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Renovieren: Darauf müssen Sie beim Kauf neuer Fenster achten

veröffentlicht am 7. Juni 2017 | Kategorie: AllgemeinTipps & Tricks

Ob aus optischen oder funktionellen Gründen – hin und wieder müssen neue Fenster eingebaut werden. Viele Fenster sind heute energietechnisch gesehen veraltet und kosten viel Heizwärme. Ein Austausch kann daher eine große Energieersparnis bedeuten. Doch beim Kauf von Fenstern sollte genau hingesehen werden.

Was Sie beim Kauf neuer Fenster beachten müssen

Fenster ist nicht gleich Fenster: Die wichtigsten Kaufkriterien

Eine defekte Dichtung oder mangelnde Verglasungen lassen wertvolle Wärme entweichen. Das muss besonders im Winter mit vermehrtem Heizen kompensiert werden. Moderne Varianten von Fenstern mit einer Dreifachverglasung hingegen dämmen die Wärme drei bis vier Mal so gut wie alte, undichte Fenster. Deshalb unterstützt das KfW-Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ derartige Umbauten mit Zuschüssen. Zumindest, wenn beim Kauf die richtigen Kriterien beachtet werden.

1. Die Wärmedämmung

Die richtigen Fenster helfen dabei Wärme zu speichern und Energie zu sparen. Erkenntlich ist das am Wärmedurchgangskoeffizienten, auch U-Wert genannt. Dieser besagt, wie viel Wärme durch das Fenster nach außen abgegeben wird und dadurch verloren geht. Je geringer der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung eines Modells. Dabei ist derjenige U-Wert entscheidend, der sich auf das gesamte Fenster und nicht nur auf die Verglasung bezieht. Dies ist der Uw-Wert. Zwar sieht die Energiesparverordnung maximal Veränderungen des Uw-Wertes auf 1,3 vor, es sind jedoch durchaus auch bessere Fenster mit einem Uw-Wert zwischen 0,8 und 0,7 erhältlich. Solche Fenster sind jedoch am oberen Ende der Preisskala angesiedelt.

2. Der Gesamtenergiedurchlass

Der Gesamtenergiedurchlass, auch bekannt als g-Wert wird in der Regel weit weniger beachtet als der U-Wert. Dabei ist er durchaus einen zweiten Blick wert. Er gibt an, wie viel der Energie aus der Sonnenstrahlung, die aufs Fenster trifft, tatsächlich in den Wohnraum gelangt. Bei einem g-Wert von 0,6 werden 60 % der Sonnenenergie an den dahinter liegenden Raum weitergegeben. Dieser Aspekt kann besonders für Fenster an der Südseite interessant werden, die gerade im Sommer einer starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Werden dort Fenstermodelle mit einem hohen g-Wert verbaut, kann es schnell zu einer Überhitzung der Räume kommen. Wer umgekehrt auf eine Variante mit niedrigem Wert setzt, muss damit rechnen, besonders an kühlen Tagen viel heizen zu müssen.

3. Der Sonnenschutz & Helligkeit

Im Handel sind vermehrt auch spezielle Sonnenschutzgläser erhältlich, die nur eine Lichtdurchlässigkeit von 50 bis 70 % besetzen. Starke Sonnenstrahlung wird dadurch ein wenig gedämmt. Der Einbau solcher Fenster kann in einigen Fällen an der Südseite eines Hauses Sinn ergeben. Ein Blendschutz entsteht dadurch jedoch nicht, weshalb außenliegende Beschattungsysteme wie Markisen oder Jalousien oft sinnvoller sind. Weiterhin hängt die Helligkeit der Fenster von der Dicke und Zusätzen im Glas ab. Eisenarmes Glas lässt beispielsweise viel Licht hindurch, der Raum dahinter wird daher gut ausgestrahlt. In der Regel wird diese Lichtdurchlässigkeit in Prozent angegeben.

4. Der Schallschutz

Gerade an stark befahrenen Straßen oder in lauten Wohngegenden wünschen sich die Bewohner eine gute Schallisolierung durch die passenden Fenster. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Spezielle asymmetrische Schallschutzfenster besitzen eine dickere, äußere und eine dünne innere Scheibe. Andere Systeme wiederum dämmen den Glaszwischenraum mit Harz. Das macht das Fenster allerdings dicker und schwerer und vermindert daher den Bedienkomfort. Daher sollte gut überlegt werden, an welchen Stellen schallgeschützte Fenster wirklich sinnvoll sind.

5. Die Sicherheit & Einbruchschutz

Fenster sind oftmals die Schwachstellen eines Hauses, weshalb es ratsam ist, in einbruchsichere Modelle zu investieren. Der Schutz ist jedoch nicht bei allen Fenstern gleich wichtig, sollte jedoch an versteckten Rückseiten und einfach zu erreichenden Fenstern ein Muss sein. Kennzeichen für sichere Fenster sind unter anderem Fenstergriffe mit Drehhemmung, ein Anbohrschutz am Griff sowie Verbundssicherheitsglas. Die Polizei empfiehlt an dieser Stelle Fenster mit der Widerstandsklasse 2 (RC 2).