Mit ausländischen Azubis und Jugendwohnen den Fachkräftemangel überwinden
„Wir werden den Bedarf der deutschen Betriebe an qualifiziertem Nachwuchs zukünftig nur decken können, wenn wir in Deutschland lebende Jugendliche mit Migrationshintergrund besser integrieren, ...
Kolping Jugendwohnen gGmbH äußert sich zur Ausbildungsstellenbilanz der Bundesagentur für Arbeit
Mit ausländischen Azubis und Jugendwohnen den Fachkräftemangel überwinden
Kolping Jugendwohnen gGmbH
Kolpingplatz 5 - 11
Schlagworte
Ausbildung Kolping Ausbildungsmarkt Migranten Jugendwohnen Ausbildungsberufe
.... benachteiligte junge Menschen besser fördern und im Prozess des Übergangs von der Schule in die Ausbildung besser und länger begleiten sowie den Ausbildungsstellenmarkt für Azubis aus dem Ausland stärker öffnen. Für all das braucht es unbedingt das Unterstützungsangebot des Jugendwohnens als geeignete Rahmenbedingung für Mobilität und wegbegleitende Unterstützung.“ Klare Worte von Andreas Finke (i.Bild ) , Geschäftsführer der Kolping Jugendwohnen gGmbH,
Er nimmt damit Bezug auf die am 9. November veröffentlichte Ausbildungsstellenbilanz der Bundesagentur für Arbeit: Demnach gab es zum Beginn des Ausbildungsjahres noch 18.100 offene Lehrstellen mehr als unversorgte Bewerber. Im vorigen Jahr betrug dieser Lehrstellenüberhang nur 7400 Stellen. Grundsätzlich können Betriebe ihren Fachkräftebedarf durch Ausbildung in den eigenen Betrieben immer schlechter decken. Bei betrieblichen Stellen stieg das Angebot um 10,2 Prozent, während die Bewerberzahl demografiebedingt um 2,5 Prozent sank.
Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages Hans Heinrich Driftmann fürchtet, dass bis Ende des Jahres jede achte Ausbildungsstelle unbesetzt bleiben könnte. Es gelte vor allem, alle Potenziale junger Menschen zu nutzen. Besonders wichtig sei es, die Zahl der Altbewerber weiter abzubauen und auch Jugendliche in Ausbildung zu bringen, die Schwierigkeiten haben.
Dazu Andreas Finke: „Genau dieser Problematik nehmen wir uns erfolgreich an. Jugendwohnen stellt nicht nur günstigen Wohnraum zur Verfügung, sondern bietet auch durch sozialpädagogische Begleitung den Rückhalt, der für die Jugendlichen durch ihre neue Lebenssituation notwendig ist.“ Gerade junge Migranten/innen und benachteiligte Jugendliche profitieren hiervon. Die Mitarbeiter/innen des Jugendwohnens unterstützen sie erfolgreich bei der Herausforderung der beruflichen und sozialen Integration und bei der Bewältigung von Mobilität, die zunehmend mehr erforderlich wird. „Das Jugendwohnen ist der beste Partner für eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung“, so Finke.
Die mit „Jugendwohnen“ bezeichnete Leistung ist rechtlich verankert in § 13 Abs. 3 KJHG (SGB VIII). Jugendwohnen ist ein Unterstützungsangebot für junge Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren, die ausbildungs- und arbeitsmarktbedingt, aus Gründen der Teilnahme an schulischen oder beruflichen Bildungs- und Eingliederungsmaßnahmen sowie aus sonstigen sozialen Gründen die Familie verlassen und an einem anderen Ort auf sich allein gestellt sind. Jugendwohnen bietet diesen jungen Menschen an über 500 Standorten in Deutschland Wohnraum - meist in einer Gruppe von Gleichaltrigen - sowie sozialpädagogische Begleitung im Alltag. Jährlich mehr als 200.000 Jugendliche nutzen das Jugendwohnen. Fast 60 Prozent von ihnen sind minderjährig.


