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Meisterprüfung ist Königsweg der Fortbildung

erstellt von admin zuletzt verändert: 07.01.2009 02:07

HWK Handwerkskammer für München und Oberbayern

Meisterprüfung ist Königsweg der Fortbildung

Schlagworte

Innung Kammer

24. September 2004 ** Abschlussfeier des Praktischen Leistungswettbewerbes Traublinger: Meisterprüfung ist Königsweg der Fortbildung im Handwerk**

Die duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule ist "aus unserer Sicht der beste Einstieg in das Erwerbsleben für junge Menschen". Nicht ohne Grund habe Deutschland eine der geringsten Quoten der Jugendarbeitslosigkeit. Mit diesem Hinweis verband der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Heinrich Traublinger, MdL, einen Appell an die 73 Sieger des Praktischen Leistungswettbewerbes auf Kammerebene, sich nicht auf den errungenen Lorbeeren auszuruhen, weil ihr Vorsprung sonst verloren gehe. An dem Wettbewerb hatten alle 6023 Junghandwerkerinnen und Junghandwerker teilgenommen, die in den vergangenen zwölf Monaten ihre handwerkliche Gesellenprüfung mit Erfolg abgelegt hatten. Die jungen Handwerksgesellen und -gesellinnen sollten ihre Qualifikationen fortentwickeln, denn in diesen liege der goldene Boden, den man den Handwerkern gern nachsage. Königsweg in der handwerklichen Fortbildung, so der Präsident, sei die Meisterprüfung. Sie qualifiziere berufsbezogen, aber auch betriebswirtschaftlich, rechtlich und berufspädagogisch. In allen Handwerksberufen, auch in denen, wo der Meister nicht mehr Pflichtvoraussetzung für die selbständige Ausübung ist, gebe es nach wie vor die Meisterprüfung. Der Ausbildungspakt zwischen Wirtschaft und Bundesregierung diene dem Ziel, möglichst vielen Jugendlichen die Chance einer Ausbildungsstelle zu geben, betonte der Handwerkskammerpräsident. Ebenso solle damit aber auch die Ausbildungsplatzumlage verhindert werden, die wie eine "betriebliche Strafsteuer" wirken würden. Er wies darauf hin, dass bei der Umsetzung des Paktes der Handwerkskammerbezirk München und Oberbayern auf gutem Wege sei. 945 neue Lehrstellen konnten bislang eingeworben werden, mehr als vom Pakt her gefordert. Der Ausbildungspakt solle außerdem sicherstellen, dass das Erfolgsmodell des dualen Systems der Berufsausbildung weiterhin Bestand habe. Käme es zu einer Umlage, bestehe die Gefahr, dass sich Betriebe frei kauften und die Ausbildung vermehrt auf Schulen oder freie Träger verlagert werde. Vor dem Hintergrund, dass rund jeder zehnte Beschäftigte im Handwerk Lehrling und damit das Potenzial möglicher zusätzlicher Ausbildungsplätze beschränkt sei, sei der Beitrag der Handwerksbetriebe zur Berufsausbildung nicht hoch genug zu bewerten, so Traublinger. Der Präsident widmete sich auch dem Thema Ausbildungsreife der Schulabgänger und beklagte dabei besonders eine mangelnde Bereitschaft von Jugendlichen, das notwendige Maß an Engagement und Aktivität zu zeigen. "Unsere Betriebe", so Traublinger, "können nicht reparieren, was im Elternhaus und in der Schule versäumt wurde".

www.hwk-muenchen.de

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