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Handwerk für bessere Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt

erstellt von Jack Hauswald zuletzt verändert: 06.05.2010 01:09

Im Mittelpunkt des diesjährigen Kabinettsgespräches zwischen der Landesregierung und den niedersächsischen Handwerkskammern stand das Thema Demographie und Fachkräftesicherung unter besonderer Berücksichtigung von Migrantinnen und Migranten.

Beide Seiten waren sich einig, dass die berufliche Integration von Migranten insbesondere durch eine schnelle Anerkennung beruflicher Abschlüsse stärker vorangetrieben werden müsse.Beim Thema Anerkennung werden deshalb Land und Handwerk eng zusammenarbeiten.

Frau Sozialministerin Özkan ( i. Bild )  betonte, dass bundesweit ca. 500.000 Migranten nicht ihrer Qualifikation entsprechend eingesetzt würden. Dieses große Potential potentieller Fachkräfte gelte es nun zu erschließen. Das Handwerk könne, so LHN-Vorsitzender Peter Voss, auf eine jahrzehntelange Tradition bei der Integration von Migranten zurückblicken. Darauf sollte aufgebaut werden. Ein weiterer Schwerpunkt, so die Gesprächsteilnehmer, müsse das Thema Existenzgründung und Betriebsübernahmen sein. Da schon jetzt jede 10. Existenzgründung durch Migranten erfolge, biete sich für die Handwerksbetriebe hier ein erfolgsversprechender Ansatz. Deshalb, so die Verabredung, wird das Thema Übernahme und Existenzgründungen von Migranten künftig einen besonderen Schwerpunkt in der Kammerarbeit darstellen. Hilfe sicherte die Landesregierung den Betrieben zu, die jugendliche Migranten ausbilden. Insbesondere gelte es, die oft zu hohe Abbrecherquote zu senken.

Nach Auffassung von Ministerin Özkan müssten spezielle Ausbildungscoachings oder Ausbildungsberatungen für Betriebe und Auszubildende mit Migrationshintergrund entwickelt werden, die dazu beitragen, diese Quote zu senken. Landesregierung und Handwerkskammern vereinbarten, bilateral diese Verabredungen kurzfristig zu konkretisieren und umzusetzen. Ministerpräsident Wulff betonte, dass der Fachkräftemangel nicht dazu führen dürfte, dass die Versorgung der Bevölkerung insbesondere in den ländlichen Regionen mit handwerklichen Produkten und Dienstleistungen nicht mehr gesichert sei. Die Landesregierung habe dies erkannt und werde deshalb mit den Handwerkskammern nach Lösungen suchen.

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