Für die Arbeit im Handwerkbetrieb bestens gerüstet
„Allen Unkenrufen zum Trotz sind Arbeitnehmer über 50 in den Betrieben nach wie vor gefragt“, sagt Diplom-Sozialarbeiterin Christel Fissahn von der Handwerkskammer (HWK) Dortmund.
„Sie bringen wichtige Eigenschaften mit: Berufserfahrung, Menschenkenntnis und soziale Kompetenz.“
Für die Arbeit im Handwerkbetrieb bestens gerüstet
Handwerkskammer Dortmund
Reinoldistraße 7 - 9
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Und doch haben ältere Arbeitssuchende bisweilen Probleme, eine passende Stelle zu finden. Genau hier setzt das Projekt „JobOffensive 50+“ der HWK Dortmund und des JobCenters Unna an. 20 arbeitsuchende Frauen und Männer – alle über 50 und mit kaufmännischem Hintergrund – haben insgesamt sechs Monate in Theorie und Praxis ihr Fachwissen aufgefrischt und erweitert und sich so für die Arbeit in einem Handwerksbetrieb qualifiziert. Nun wurden ihnen im HWK-Bildungszentrum Ardeystraße die lang ersehnten Abschlusszertifikate überreicht.
„Die grundsätzliche Ausgangsbedingung für die Generation 50+ ist eigentlich gar nicht so schlecht“, meint Fissahn. Eines der Probleme sei jedoch, dass viele Betriebsinhaber ganz einfach das Potenzial von älteren Mitarbeitern unterschätzen. „Dabei sind das Wissen und die
Erfahrung, die ältere Arbeitnehmer mitbringen, für die Betriebe ein echter Gewinn. Und alles, was man sonst noch benötigt, kann man sich aneignen.“ Auf dem Stundenplan der Teilnehmer standen daher beispielsweise die Bereiche Büroorganisation, Betriebswirtschaftslehre, EDV, Gesundheitsmanagement sowie Zukunftsmarkt 50+ (Kundenberatung und Kundenbetreuung). Ein Training on the Job in einem Betrieb rundete die Maßnahme ab.
Die Bilanz kann sich sehen lassen: „Fünf Teilnehmer konnten bereits vermittelt werden und einer will sich jetzt sogar selbstständig machen“, sagt Hauptabteilungsleiter Detlef Schönberger. Wieder andere hätten eine Stelle in Aussicht.
Über ein Betriebspraktikum bei der Firma Bast GmbH aus Werne schaffte beispielsweise Peter Kramer den Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt. „Zu Beginn der Maßnahme war ich noch ein wenig skeptisch“, sagt er. Das sei jedoch völlig unbegründet gewesen, wie er heute meint. Denn nun fühle er sich endlich wieder „wie ein Mensch“. Dazu beigetragen habe nicht zuletzt der sehr gute Zusammenhalt innerhalb der Gruppe. „Probleme, gleich welcher Art, konnten offen angesprochen und anschließend in der Gruppe diskutiert werden.“


