Erster Friedhof erhält das RAL-Gütezeichen „Friedhofanlagen“
Die Gemeinde Mauerstetten im Landkreis Ostallgäu mit rd. 3 000 Einwohnern hat als erste durch ihren Bürgermeister Armin Holderried das RAL-Gütezeichen für Friedhofanlagen bei der Gütegemeinschaft Friedhofsysteme e.V. beantragt.
Erstes RAL-Gütezeichen für Friedhof in Mauerstetten-Ostallgäu
Erster Friedhof erhält das RAL-Gütezeichen „Friedhofanlagen“
Gütegemeinschaft Friedhofsysteme e.V.
Mauerstetten, Ostallgäu
Schlagworte
Verband Qualität RAL Friedhofsysteme Gütezeichen Gütesicherung Friedhöfe Qualifikation Gütesiegel
„Nach der Auditierung durch die neutrale Zertifizierungsstelle Bau e.V. und der Überprüfung durch die Gremien der Gütegemeinschaft dürfen wir heute die Übergabe des RAL-Gütezeichens „Friedhofanlagen“ an die Gemeinde Mauerstetten vornehmen“, so der Vorsitzende der Gütegemeinschaft Friedhofsysteme e.V., Hubert Schmitt.
Ziel der Gütegemeinschaft Friedhofsysteme sei, würdevolle Begräbnisstätten zu haben bzw. zu schaffen, in denen alle Belange in humaner, kultureller als auch fachlicher Hinsicht berücksichtigt werden. Schmitt: „Dies ist insbesondere mit dem heute einzuweihenden zweiten Erweiterungsteil des Friedhofs in Mauerstetten gut gelungen. Dieser neue Friedhofsabschnitt erfüllt alle Anforderungen der RAL-Gütesicherung an die Friedhofsanlagen. Dies ist auch ein Verdienst des Landschaftsarchitekten und Friedhofsplaners Thomas Struchholz.“
Mit dem RAL-Gütezeichen GZ 505 „Friedhofanlagen“ will die Gütegemeinschaft die Standards der ca. 32 000 Friedhöfe in Deutschland definieren, an denen sich Friedhofsbetreiber messen lassen sollen. Umwelttechnische und rechtliche Gesichtspunkte werden in den Standards ebenso berücksichtigt, wie der pietätvolle Umgang mit den Begräbnisstätten.
„Bestattungsfunktion, Erholungsfunktion, ökologische und soziale Funktionen und insbesondere auch die Wirtschaftlichkeit sind Prüfparameter zur Erreichung des RAL-Gütezeichens. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit sind verkürzte Liegezeiten in Grabkammersystemen, verringerter Pflegeaufwand und weitere wirtschaftliche Vorteile von Grabkammern, Urnenwänden und Urnenkammern durchaus positiv zu werten“, so Hubert Schmitt. Der Bedarf für ein solches Gütezeichen scheint geweckt zu sein, auch unter dem Gesichtspunkt, sich von scheinbar moderneren Bestattungsarten zu Lande, zu Wasser oder in der Atmosphäre abzugrenzen. „Dem Bürgermeister der Gemeinde Mauersteten Armin Holderried kann ich bescheinigen, dass der mit dem Gütezeichen ausgezeichnete zweite Erweiterungsteil als naturnahe, kulturelle, kommunikative und städtebaulich relevante Begegnungsstätte zu werten ist“, sagte Schmitt bei der Übergabe des Gütezeichens.


