„Optimale Interessenvertretung für das Fliesenlegerhandwerk ist gegeben!“
Das deutsche Fliesenlegerhandwerk ist durch die Einbindung in die EUF sowie über den ZDB und die FIEC gut aufgestellt - Voraussetzungen für eine optimale Interessenvertretung des Fliesenlegerhandwerks in Deutschland wie in Europa.
„Das Handwerk ist die Kernkompetenz. Ohne Handwerk, Technik und Disziplin geht es nicht.“
„Optimale Interessenvertretung für das Fliesenlegerhandwerk ist gegeben!“
Fördergesellschaft des Deutschen Fliesengewerbes mbH
Kronenstr. 55-58
Schlagworte
Europa Handwerker Fliesen und Naturstein Handwerk Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
Der Vorstand der Europäischen Vereinigung der nationalen Fliesenfachverbände (EUF) ist Ende Mai 2012 auf Einladung des deutschen Fachverbandes Fliesen und Naturstein (FFN) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) in Berlin zusammengekommen und hat über die weitere, grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Industrie und den noch besseren Austausch bei technischen Fragenstellungen beraten. Die Sitzung fand im ZDB-Verbandsgebäude in Berlin statt, so dass ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa die Gelegenheit nutze, die Struktur des Deutschen Baugewerbes mit seinen Fachgruppen wie dem FFN vorzustellen.
EUF-Vorstand informierte sich in Berlin über den Aufbau der Interessenvertretung des Deutschen Baugewerbes
„Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes vertritt als Spitzenverband die Interessen seiner rund 35.000 Mitglieder gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Er tut dieses als Wirtschaftsverband, als Arbeitgeberverband und als technischer Verband. In jedem einzelnen Bereich profitieren alle Mitglieder aus unseren zehn Bundesfachgruppen – auch unsere Fliesenfachbetriebe – von unseren gemeinsamen Aktivitäten. Um dieses breite Spektrum von Leistungen vorhalten zu können, braucht es eine Vielzahl von Mitgliedern. Ein Verband, der nur ein Gewerk vertritt, wird dieses Spektrum niemals abdecken können.“
Pakleppa führte weiterhin aus, wie die Interessenvertretung auf europäischer Ebene durch die FIEC, den Verband der Europäischen Bauwirtschaft, erfolgt. Der ZDB ist einer von 33 nationalen Mitgliedsverbänden in 29 Ländern. Zur FIEC gehören somit Bauunternehmen aller Größenordnungen, d.h. kleine und mittelgroße Unternehmen sowie weltweit tätige Großunternehmen, die alle Arten von Hoch- und Tiefbautätigkeiten verrichten.
Für den fachtechnischen Austausch unter den Fliesenfachbetrieben ist der FFN seit langem Mitglied in der EUF, die sich als Kommunikationsplattform zwischen dem Handwerks, der Industrie, dem Handel, den Verbände und den Institutionen der Europäischen Gemeinschaft versteht. Der FFN-Vorsitzende Hans-Josef Aretz fasste es zusammen: „Das deutsche Fliesenlegerhandwerk ist durch die Einbindung in die EUF sowie über den ZDB und die FIEC gut aufgestellt. Damit sind die Voraussetzungen für eine optimale Interessenvertretung für unser Fliesenlegerhandwerks in Deutschland wie in Europa gegeben!“
Konzentration auf die Stärken und Potentiale des Handwerks
Gipfeltreffen 2012 des Fliesenlegerhandwerks fand auf Rügen statt
„Ich bin davon überzeugt, dass wir auch heute noch als qualifizierter Meisterbetrieb mehr Chancen haben als andere, die ohne fundierte Ausbildung und ohne Erfahrungen als Einmann-Betrieb an den Start gehen. Aber wir müssen unsere Kompetenzen als Meister- und Innungsunternehmen mit unseren hohen Qualifikationsprofilen und Qualitätsstandards besonders herausstellen“, erklärte der Vorsitzende des Fachverbandes Fliesen und Naturstein (FFN) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Hans-Josef Aretz, auf dem Gipfeltreffen 2012 Mitte Mai in Binz auf der Ostseeinsel Rügen.
Aretz kritisierte zwar die ungleichen politischen Rahmenbedingungen im Fliesenlegerhandwerk und forderte Verbesserungen, aber „wir müssen unsere Zukunft auch selbst in die Hand nehmen“. „Wenn wir uns aus der ruinösen Preisspirale verabschieden wollen, müssen wir uns mehr und mehr auf die Bereiche konzentrieren, in denen unsere Qualifikation gebraucht wird. Wir müssen unsere Alleinstellungsmerkmale aufzeigen, über die andere nicht verfügen. Diesen Mehrwert, den wir als Meisterbetriebe unseren Bauherren bieten, müssen wir betonen“, so Aretz. Als Beispiel nannte Aretz das Angebot von Leistungen aus einer Hand. Das barrierefreie Wohnen und der Um- und Ausbau vieler Wohnungen und Gebäude seien ebenso zukunftsträchtige Geschäftsfelder wie der Wachstumsmarkt Wellness.
Mit dem Gipfeltreffen 2012 unter dem Motto „Chancen nutzen, Zukunft gestalten“ wollte der Fachverband Fliesen und Naturstein den Fliesenfachbetriebe Anregungen geben, um nachhaltig erfolgreicher und einzigartiger zu werden. Zentrale Botschaft aller Referenten war es, das der Erfolg eines Betriebes auf der Herangehensweise des Unternehmers und seiner Mitarbeiter basiert. „Jetzt zählt es“! So einfach und prägnant fasste der Dirigent und Coach Christian Gansch seinen Hauptvortrag zusammen. Die Kunden wollen „heute leben“ und „heute Lebensgefühl sowie perfekte Leistungen haben“. Spannend, anschaulich und durch Musikeinspielungen ergänzt bot der gebürtige Österreicher ein Feuerwerk von Anregungen, die das Fliesenlegerhandwerk von einem erfolgreichen Orchester übernehmen kann. Eins sei im Orchester wie im Handwerk gleich: „Das Handwerk ist die Kernkompetenz. Ohne Handwerk, Technik und Disziplin geht es nicht.“ Er führte weiter aus, dass „der Kunde ein Recht auf eine perfekte Leistung hat!“ Das gelte immer und ohne Ausreden, ob es früher schon perfekt gelungen wäre oder ob es in der Zukunft wieder klappen könnte.
Die Parallelitäten zwischen Orchester und Handwerksbetrieb sind für Gansch gegeben. „Ohne meine Leute bin ich als Dirigent nichts. Ich brauche daher Menschen, die eigenverantwortlich handeln, aufeinander hören und miteinander handeln.“ Dann könnte er Lebensgefühl verkaufen und empfahl den Fliesenlegermeister aus ganz Deutschland, ebenfalls Lebensgefühle zu verkaufen.
Ausführlicher Bericht zum Gipfeltreffen ist unter www.fachverband-fliesen.de zu finden.







