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Was und wie ist beten?

erstellt von admin zuletzt verändert: 07.01.2009 07:31

Was und wie ist beten?

Was und wie ist beten?

Schlagworte

Kirche

Was fällt ihnen ein, wenn Sie das Wort „Gebet“ hören? Vielleicht die Worte eines Priesters oder einiger alter Frauen, die in einer Kirche knien? Vielleicht haben Sie auch selbst schon versucht zu beten? Wie aber können wir das Gebet beschreiben?

Gebet ist, einfach gesagt, ein Gespräch. Nicht ein Gespräch mit sich selbst, sondern ein Gespräch mit Gott. Gott lädt uns ein, mit ihm zu reden und ihm die Dinge zu sagen, die uns bewegen. Also geht es im Gebet auch nicht nur darum, Gott etwas zu sagen. Gott will auch uns etwas sagen!

Mit einem Freund reden In der Bibel lesen wir viel von Menschen, die mit Gott geredet haben. Aber auch Jesus selber hat gebetet. Obwohl er Gottes Sohn war, war ihm das Gebet sehr wichtig. So oft es ging, redete er mit seinem Vater. Oft schon am frühen Morgen. Und wenn Jesus das Gebet so wichtig findet, dann sollte es auch für uns wichtig sein.

Wenn wir beten, dann können wir so mit Gott reden, als ob wir mit einem Freund reden. Gott freut sich, wenn wir zu ihm kommen. Dafür brauchen wir keine besonderen Worte zu benutzen und auch keine aufgeschriebenen Gebete. Es ist nur wichtig, vor Gott ehrlich zu sein, denn er weiß genau, wie in uns aussieht.

Wir haben ja schon gelernt, dass wir nur durch Jesus Christus zu Gott kommen können. Und so ist es auch für das Gebet wichtig, dass wir mit Jesus leben und er uns vergeben hat. Dann ist Jesus auf unserer Seite und vertritt uns vor Gott, dem Vater. Natürlich können wir auch dann zu Gott sprechen, wenn Jesus noch nicht in uns lebt. Dann sollten wir ihn aber bitten, dass er uns hilft, ihn besser kennen zu lernen und ein Kind Gottes zu werden. Erst wenn Gott unser Vater ist, können wir auch sicher sein, dass er unsere Gebete erhört.

Wie kann man beten? Wie kann man beten? Nun, jeder kann persönlich für sich, aber auch gemeinsam mit anderen beten, z. B. in der Kirche. Wir können zu Gott kommen, wie wir sind. Wichtig sind jedoch vier Dinge: Wir sollten Ehrfurcht vor Gott haben, auf ihn hören wollen, bereit sein, ihm zu gehorchen und vor allen Dingen Gott vertrauen.

Und was sollte man beten? Nun, Gott können wir alles sagen. Aber wir sollten nicht nur für uns selber bitten, sondern auch Gott loben und anbeten ihm Dank sagen und auch für andere Menschen beten.

Beten lernen Als die Jünger von Jesus ihn beten hörten, da wollten sie auch beten lernen. Darauf hin gab Jesus ihnen ein Gebet. Man nennt es auch das „Vaterunser“. Es geht so: „Vater! Mach deinen Namen groß in der Welt! Komm und richte deine Herrschaft auf! Gib uns jeden Tag, was wir zum Leben brauchen. Vergib uns unsere Verfehlungen, denn auch wir vergeben allen, die an uns schuldig geworden sind. Und lass uns nicht in die Gefahr kommen, dir untreu zu werden.“

Dieses Gebet sollte man nicht einfach nur nachbeten. Es kann uns aber helfen, zu Gott zu reden und darüber nachzudenken, was wir sagen können.

„Ich habe oft gebetet, aber Gott hat mich nicht erhört!“, sagen vielleicht jetzt manche von ihnen. Letztendlich weiß niemand, was Gott tut, wie und warum er es tut. Er ist ja Gott, und wir nur Menschen. Aber er hat uns versprochen, unser Gebet zu hören, wenn wir als seine Kinder zu ihm reden. Nicht immer antwortet er so, wie wir es uns wünschen. Und manchmal dauert es auch sehr lange, bis wir etwas sehen. Aber wir dürfen Gott einfach vertrauen, dass er jedes ehrliche Gebet erhört und nur unser Bestes will!

http://www.derweg.org/lebenshilfe/bibelaktuell/index.html

** Tischgebete - ein Segen **

Menschen aus Familien, die regelmäßig gemeinsam essen und dabei zu Beginn der Mahlzeit ein Tischgebet sprechen, haben weniger häufig Infektionskrankheiten und Allergien im Durchschnitt. Das ergaben mehrere Studien amerikanischer und britischer Psychiater.

Das Tischgebet ist in erster Linie kein religiöser Bekenntnisakt, sondern eine meditative Übung vor dem Essen. Jesus warnte seine Jünger davor, das Gebet als fromme Darbietung zu missbrauchen (Matthäus 6,5). Der innere Ablauf des Tischgebets umfasst mehr als nur das laute oder leise Sprechen vorgefertigter oder frei formulierter Worte. Das medizinisch und seelisch "gesunde" Tischgebet ist eine kurze Meditation in 3 Schritten:

Finden Sie Ihre Mitte In Ihren Gedanken Falten Sie die Hände EUR auf dem Tisch oder darunter. Damit schließen Sie den Nervenkreislauf Ihrer Arme und lenken die Konzentration nach innen. Sehen Sie das vor sich stehende Essen an (daher ist der günstigste Zeitpunkt für ein Tischgebet der Moment, wenn jeder seinen Teller gefüllt hat). Denken Sie an die Liebe und die Sorgfalt, die in der Zubereitung stecken. Sehen Sie die Mühen, die zum Herstellen und zum Transport der Rohstoffe nötig waren.

In Ihrem Herzen Vertrauen Sie darauf, dass aus diesen Gedanken ein Gefühl der Dankbarkeit in Ihnen entsteht, zu dem Sie sich nicht zwingen müssen. Die meisten Menschen spüren diese Gefühl in der Herzgegend als eine warme, angenehme Kraft. Körperlich gesehen bereiten sich dabei Mund und Speiseröhre auf die Nahrungsaufnahme vor.

In Ihrem Bauch Das Gefühl der angenehmen Erwartung breitet sich schon nach kurzer Betrachtung des Essens weiter nach unten aus. Lassen Sie nun Ihren Magen beten. Spüren Sie, wie Ihr Körper dieses Essen braucht und sich darauf freut. Der dabei ablaufende medizinische Vorgang: Mehrere Drüsen stellen die zur Verarbeitung des Essens erforderlichen Stoffe bereit. Wer ohne Tischgebet hastig drauflos isst, überrumpelt und belastet damit seinen Magen.

Wenn einer das Gebet für alle spricht, sollte er vor dem "Amen" oder dem "Guten Appetit" eine Pause einlegen, in der jeder Zeit hat, diese 3 Schritte nachzuvollziehen - die bei den meisten Menschen unbewusst ablaufen.

**Gebete für den Tag **

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Warum beten? Ein Mensch öffnet sich Gott, wenn er betet.

Ein Mensch öffnet sich dem anderen Menschen, wenn er mit ihm redet. Ein Mensch öffnet sich Gott, wenn er betet. Das Gebet ist ein Reden des Herzens mit Gott. Wer betet, ehrt Gott, denn Gott will, daß wir zu ihm reden. Was können wir ihm sagen? Vor allem unsern Dank, unser Lob und unsere Freude, die darin ihren Grund haben, daß Gott da ist, für uns und für alle Welt. Die ersten Sätze des Vaterunsers führen uns zu Anbetung, Lob und Dank: Wir dürfen Gott unsern Vater nennen, unser Leben durch sein Wort bestimmen lassen, das Kommen seines Reiches mit Freuden erwarten und uns seinem Willen anvertrauen. Das ist der Grundton des Gebets der Kirche.

Aber wir dürfen Gott auch bitten: um das tägliche Brot, um Bewahrung und Hilfe, um Vergebung, für uns und für andere Menschen. Wir dürfen ihm unser Leid klagen, vor ihm aus sprechen, was uns bewegt. Wer betet, öffnet sich Gott: da darf auch das Persönlichste gesagt werden. Auch andächtiges Schweigen und Nachdenken vor Gott können Weisen des Betens sein oder zu ihm führen.

Viele Menschen erfahren es als großes Geschenk, daß sie beten können. Andern fällt es schwer zu beten, weil sie vom Gebet wenig erwarten. Was kann denn das Gebet bewirken: Eine Antwort auf diese Frage erfährt, wer sich zum Gebet anleiten läßt und sich darin übt. Im Gebet bringen wir unser Leben vor Gott. Dabei erfahren wir, daß der Druck des All tags und die Last der Sorge von uns abfallen. Unsere Seele schöpft tief Atem.

Im Gebet dürfen wir uns auf Jesus berufen und uns an ihn wenden. Er war dessen gewiß, daß Gott ihn hört. Wenn wir beten, nehmen wir teil am Gottvertrauen Jesu Christi. Mag unser eigener Glaube schwach, unser Gebet verkümmert sein, Gott hört uns dennoch um Christi willen. »Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen« (Dietrich Bonhoeffer).

Feste Zeiten im Tagesablauf ermöglichen es, zur Ruhe zu kommen und mit dem Beten vertrauter zu werden. Dafür bieten sich Morgen und Abend, aber auch die Mahlzeiten an. Zeiten der Stille, verbunden mit Lesen der Bibel und dem Gebet, helfen zur Ordnung, die unser Leben prägt und trägt. Unser Beten wird reicher, wenn wir auf das gelesene oder gehörte Gotteswort antworten, oder unser Leben unter einem Bibelwort neu überdenken. Wenn dies zusammen mit anderen geschieht, kann eine solche Gebetsgemeinschaft unser Beten ermutigen und vertiefen. Die größte Gebetsgemeinschaft sind die Gottesdienste der weltweiten Kirche. Das Gebet des einzelnen wird umschlossen vom Gebet der ganzen Kirche, das, getragen vom Geist Gottes, durch alle Zeiten und rund um den Erdball geht. Es ist Gottes Geist, der alle Beter verbindet und auch eintritt für die, die nicht beten können.

Wir dürfen mit eigenen Worten beten. Wenn uns aber die Worte fehlen, so kommen uns Gebete zu Hilfe, die schon andere gesprochen haben. Dazu gehören die Psalmen, die auch Jesus gebetet hat. Viele Gesangbuchlieder sind Gebete, in die wir einstimmen können. Eine Hilfe beim Beten ist es, die Hände zu falten, in manchen Fällen auch zu knien. Sich bei den Worten: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit dem Kreuz zu bezeichnen, ist ein Brauch, den auch evangelische Christen nicht scheuen müssen. Ein stiller Raum, wo man ungestört ist, hilft zur inneren Sammlung.

Das Vaterunser Das Grundgebet der gesamten Christenheit

Vater unser im Himmel Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Das Gebet für den Beginn des Tages

Des Morgens, wenn du aufstehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen

Darauf kniend oder stehend das Glaubens- bekenntnis und das Vaterunser. Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was dir deine Andacht eingibt.

Das Gebet für den Schluss des Tages

Des Abends, wenn du zu Bett gehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen

Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser. Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Verschiedene Tischgebete

Vater, segne diese Speise, uns zur Kraft und dir zum Preise.

Zwei Dinge, Herr, sind not, die gib nach deiner Huld: Gib uns das täglich Brot, vergib uns unsre Schuld.

Komm, Herr Jesus, sei unser Gast, und segne, was du uns bescheret hast.

Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich

Alle guten Gaben, alles, was wir haben, kommt, o Gott, von dir, Dank sei Dir dafür.

Herr, wir gehen zu dem Essen lass uns Deiner nicht vergessen, denn Du bist das Himmelsbrot. StärkŽ die Leiber, stärk die Seelen, die wir Dir jetzt anbefehlen, hilf uns Herr in aller Not, dass wir einst nach dieser Erden Deine GästŽ im Himmel werden.

Verschiedene Gebete für Notsituationen

Gott, gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Bei Krankheit Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt. Gib mir neue Kraft und Geduld. Tröste mich durch dein Wort. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde. Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen, was Menschen mir Gutes erweisen. Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an.

Im Sterben Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir, wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Ängsten kraft deiner Angst und Pein.

Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod, und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl.

Gebetsrufe Herr, erbarme Dich!

Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?

Mein Gott, ich hoffe auf Dich

Herr, bleibe bei uns

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