Papst Benedikt XVI. hat Fürbitte „Für die Juden” geändert
Papst Benedikt XVI. hat die Karfreitagsfürbitte für die Juden im alten Messritus verändert. Statt „für die Bekehrung der Juden” (Pro conversione Iudaeorum) sollen die Gläubigen bei der Liturgie im außerordentlichen Ritus von 1962 ab sofort „für die Juden” („Oremus et pro Iudeis”) allgemein beten.
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Papst Benedikt XVI. hat Fürbitte „Für die Juden” geändert
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Das gab das vatikanische Staatssekretariat am Dienstag Nachmittag bekannt. Die Kirche bittet darin um „Erleuchtung der Juden” und das Heil „ganz Israels”, „wenn die Fülle der Völker” in die Kirche eintrete. Bereits im Missale Romanum von 1962 waren die Bezeichnungen „treulos” (perfidus) bzw. „Unglaube” (perfidia) aus der Fürbitte gestrichen. Der jetzt veröffentlichte lateinische Wortlaut:
Oremus et pro Iudaeis Ut Deus et Dominus noster illuminet corda eorum, ut agnoscant Iesum Christum salvatorem omnium hominum. Oremus. Flectamus genua. Levate. Omnipotens sempiterne Deus, qui vis ut omnes homines salvi fiant et ad agnitionem veritatis veniant, concede propitius, ut plenitudine gentium in Ecclesiam Tuam intrante omnis Israel salvus fiat. Per Christum Dominum nostrum. Amen.
Die Übersetzung unseres Latinisten Gero P. Weishaupt: Wir wollen beten für die Juden. Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen. Lasset uns beten. Beugen wir die Knie. Erhebet Euch. Allmächtiger ewiger Gott, der Du willst, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, gewähre gnädig, dass beim Eintritt der Fülle aller Völker in Deine Kirche ganz Israel gerettet wird. (oder: dass ganz Israel gerettet werde, wenn die Füller aller Völker in Deine Kirche eintritt). Durch Christus, unseren Herrn. (rv)
Papst: „Respekt vor dem Leben ist Maßstab einer Zivilisation“
Das Leben muss auch vor der Geburt gesichert sein. Das betonte Papst Benedikt XVI. beim Angelusgebet. Der Papst sprach im Zusammenhang mit dem an diesem Sonntag in Italien durchgeführten „Tag des Lebens“. Auf dem Petersplatz waren deshalb unter den rund 40.000 Gläubigen zahlreiche Mitglieder von kirchlichen Lebensschutzorganisationen anwesend. Vier römische Krankenhäuser hatten derweil für den heutigen Tag ein Dokument veröffentlicht, in dem sie den Schutz von ungeborenen Kindern fordern. Unter den vier Universitätsspitäler ist auch diejenige der Universität „La Sapienza“. Der Papst unterstrich, dass
„die zivilisierte Kultur eines Volkes anhand seiner Möglichkeiten gemessen wird, wie dieses Volk dem Leben dienen kann. Jeder soll gemäß seinen eigenen Möglichkeiten, seinem Beruf und seiner Kompetenz sich immer dazu berufen fühlen, das Leben zu lieben und ihm zu dienen. Dies gilt von seinem Anbeginn bis zu seinem natürlichen Ende.“
Die Bedeutung des Lebens käme insbesondere in der Familie zum Vorschein. In diesem Zusammenhang erinnerte der Papst an die letzte Botschaft zum Weltfriedenstag, die er an diesem Sonntag insbesondere an die asiatischen Völker empfahl, da sie in diesen Tagen ihren Neujahrestag feiern. Traditionell sei dieses Fest Anlass für Begegnungen und Treffen der Familien, sagte er am Sonntag auf dem Petersplatz.
Weiter sagte Papst Benedikt XVI., dass er am kommenden Mittwoch in der Basilika Santa Sabina auf dem Aventin gehen wird und dort die Riten des Aschermittwochs zelebrieren wird.
hier den Papst hören
Die katholische Kirche bietet in der Fastenzeit eine neue SMS-Aktion an. Ab Aschermittwoch erhalten Interessierte täglich Handymitteilung mit Zitaten von Papst Benedikt XVI. Dabei handelt es sich um Gedanken und Impulse aus den Reden und Predigten Benedikts XVI. während des Österreich-Besuchs im vergangenen September. Inspiriert vom Motto des Papstbesuches „Auf Christus schauen” sollen die Kurzbotschaften zum Nachdenken über den persönlichen Glauben, die Suche nach der Wahrheit, den Wert des Sonntags, den Einsatz für den Mitmenschen und das Engagement in der Gesellschaft einladen. Weitere Informationen im Internet unter www.katholisch.at
Karnevalsnachlese
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Ihr Team von Radio Vatikan


