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Papst: „Fastenzeit ist Umkehrzeit”

erstellt von admin zuletzt verändert: 07.01.2009 01:49

Die Fastenzeit bietet eine gute Gelegenheit, sich um „eine geistliche Erneuerung” zur Neubelebung des Glaubens zu bemühen. Das betonte Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch. Christen müssen sich nach den Worten von Papst Benedikt XVI. durch einen Lebensstil der Liebe auszeichnen.

Papst: „Fastenzeit ist Umkehrzeit”

Von Herzen segne ich euch alle

Papst: „Fastenzeit ist Umkehrzeit”

Schlagworte

Kirche


Der Papst traf einen Teil der Audienzteilnehmer zuerst im Petersdom. Die Katechese hielt er dann in der voll besetzten Audienzhalle Paolo VI. Vor mehreren Tausend Gläubigen und Pilgern erläuterte Papst Benedikt XVI. die späten Werke des heiligen Augustinus wie die „Retractationes” oder die autobiographische Schrift „Confessiones” (Bekenntnisse) und die 22 Bücher über den Gottesstaat, „De civitate Dei”. Augustinus sei einer seiner Lieblingstheologen, gab der Papst bei der Generalaudienz zu.
„Als Seelsorger lag Augustinus die Verbreitung der christlichen Botschaft und die Verkündigung für die Gläubigen besonders am Herzen. Davon zeugen unter anderem seine unzähligen Predigten und Briefe. Mit seinem Wirken und in seinen Schriften hat dieser Kirchenvater in der Tat großen und andauernden Einfluss auf die Theologie und die geistesgeschichtliche Entwicklung des Abendlandes ausgeübt.”
Einen besonderen Gruß richtete der Papst an die deutschsprachigen Pilger und Besucher.
„In seinen Schriften zeigt Augustinus uns auch heute Wege, den Glauben tiefer zu verstehen. Wie er wollen wir nicht müde werden, Gott zu suchen und immer mehr zu lieben. Von Herzen segne ich euch alle.” (rv)
Hier zum Nachhören

Steuerhinterziehung widerspricht dem Gebot „Du sollst nicht stehlen” und ist damit Sünde. Das haben führende Vertreter der römisch-katholischen Kirche und der Evangelisch-lutherischen Kirche in Liechtenstein deutlich gemacht. Anlass ist die Affäre um den zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post AG, Klaus Zumwinkel, dem die Staatsanwaltschaft Bochum vorwirft, mit Geldanlagen in Liechtenstein eine Million Euro Steuern hinterzogen zu haben. Rund 1.000 weitere vermögende Deutsche, die Geld am Fiskus vorbei nach Liechtenstein geschleust haben sollen, sind im Visier der Staatsanwaltschaft.


Moralische Mitverantwortung für den Staat: Die sieht der katholische Sozialethiker und Dominikaner von der Universität Trier, Wolfgang Ockenfels, in der aktuellen Steuerdebatte. In einem Interview mit der FAZ sagte Ockenfels, die ethische Forderung „Du sollst nicht stehlen” richte sich an die Bürger, genauso aber an den Staat selbst. Viele Bürger hätten das Gefühl, dass der Staat sich wie ein Räuber verhalte und sie um ihr Einkommen und Vermögen bringe. Der Bürger werde aber nur dann loyal zum Staat stehen, wenn dieser legitim erscheine. Ockenfels kritisierte auch das Vorgehen gegen mutmaßliche Steuersünder. Viele Medien sprächen von Schuld, die noch gar nicht rechtsstaatlich erwiesen sei. Der Saat verschaffe sich Informationen auf eine „ganz fragwürdige Weise”, um Sündenböcke finden. (faz)

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat Erzbischof Robert Zollitsch gegen Kritik an seinen Äußerungen zum Zölibat verteidigt. „Wir teilen das, was Erzbischof Zollitsch in seinem Interview gesagt hat, aus vollem Herzen”, sagte ZdK-Präsident Hans Joachim Meyer dem „Kölner Stadt-Anzeiger” in der Mittwochsausgabe. Es sei wohltuend, dass der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz „die Welt nicht so betrachtet, wie man sie haben möchte, sondern wie sie ist”. Zollitsch hatte am Wochenende in einem Interview gesagt, der Zölibat sei ein „großes Geschenk”. Die Verbindung zwischen Priestertum und Ehelosigkeit sei aber theologisch nicht notwendig. Meyer sagte dazu der Kölner Zeitung: „Ein Interview ist keine Dissertation.” Gleichwohl seien Zollitschs Aussagen theologisch abgewogen gewesen.

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