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Das Leben nicht unter das Diktat der Arbeit und des Konsums stellen.

erstellt von Jack Hauswald zuletzt verändert: 24.07.2010 11:54

Ist der Sonntag eine gute Gelegenheit, das zu tun, was man unter der Woche nicht schafft? Oder sollte er „frei“ sein, auch für Verkäufer und Dienstleister?

Das Leben nicht unter das Diktat der Arbeit und des Konsums stellen.

Monsignore Georg Austen, Generalsekretär Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken

Das Leben nicht unter das Diktat der Arbeit und des Konsums stellen.

Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken
Kamp 22

DE 33098 Paderborn

Schlagworte

Gesellschaft Kritik Arbeitszeit Arbeitsrecht Arbeitgeber Arbeitnehmer Arbeit Sonntagsschutz Kirche

Diese Frage wird in Deutschland schon seit einiger Zeit diskutiert. Einen Vorstoß gibt es jetzt von der neuen Regierung in Nordrhein-Westfalen. Der neue Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider kündigte an, die Arbeit am Sonntag künftig mehr einzuschränken. Auch das Bonifatiuswerk in Paderborn wirbt unter dem Motto „Sonntag –Zeit zum Auftanken“ schon lange für die Beibehaltung des freien Sonntags. Den Vorstoß des Arbeitsministers kommentierte der Leiter des Bonifatiuswerkes, Georg Austen, im Kölner Domradio so:
„Der Mensch ist ja nicht nur für die Arbeit da. Sondern es ist eine Errungenschaft – nicht nur der Christen, sondern insgesamt auch der Gesellschaft – dass wir sagen: Wir haben einen Tag in der Woche, wo wir von der Arbeit ausspannen und entspannen können. Da müssen wir auch einen Freiraum schaffen für den Menschen und auch für den Glauben. Der Mensch, wenn man so sagen darf: als Kapital, der darf nicht ausgenutzt werden, und es darf nicht alles unter das Diktat der Arbeit und des Konsums gestellt werden.“

(domradio)

 

Angelus: Über allem das Wort Gottes!
Auch im Urlaub...


Gute Stimmung in Castel Gandolfo: Papst Benedikt wurde an diesem Sonntag zum Angelus von jubelnden Besuchern aus der ganzen Welt empfangen. Die Sonne stand wolkenlos strahlend über dem Innenhof der Sommerresidenz des Papstes, sein Ausdruck war ebenso heiter wie der sommerliche Himmel über den Albaner Bergen. Und die Botschaft Papst Benedikts zum Mittagsgebet war abgestimmt auf die Urlaubszeit: Der Mensch braucht Ruhezeiten, Phasen der Regeneration und der Einkehr:


„Das heutige Sonntagsevangelium von Maria und Marta lehrt uns, wie wichtig die großzügige Gastfreundschaft ist. Aber was der Mensch wirklich braucht, ist das Wort Gottes, auf das Evangelium muss der Mensch ganz notwendig hören. Der Herr macht deutlich, dass Maria richtig handelt, indem sie nicht wie Marta in tüchtiger Gastfreundschaft durch das Haus eilt, sondern Jesus zuhört. So zeigt uns das Evangelium, dass wir füreinander da sein sollen, aber an erster Stelle das Wort Gottes miteinander teilen müssen, das unser höchstes Gut ist.“ 

An die Pilger aus der Schweiz, Österreich und Deutschland richtete der Papst nach dem Angelus folgende Worte

„Mit Freude grüße ich alle Brüder und Schwestern deutscher Sprache. Wer Gott als Gast aufnimmt, ihn in sein Leben eintreten lässt, der wird reich beschenkt. Dies erfahren Abraham, von dem wir in der ersten Lesung dieses Sonntags hören, und Marta und Maria im heutigen Evangelium. Der Herr will auch zu uns kommen, um uns sein lebendiges Wort, seine Gegenwart und Freundschaft anzubieten. Verschließen wir uns nicht diesem Angebot der Liebe Gottes, sondern lassen wir uns von ihm verwandeln, um an seinem Reich des Friedens und der Gerechtigkeit für die ganze Welt mitzuarbeiten. Euch allen wünsche ich einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche!“

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