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Jesus selbst ist das Wort Gottes für uns. - Die Betrachtung zum Sonntag

erstellt von Jack Hauswald zuletzt verändert: 28.01.2012 21:33

Wenn Jesus spricht, ist nicht nur der Inhalt seiner Rede von Bedeutung; er selbst ist das Wort Gottes für uns, daher die geheimnisvolle Macht seiner Rede. Die Wirkung: Staunen und Bestürzung.

RealAudioMP3Aus dem Markusevangelium, 1: 21-28
In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

Die Betrachtung zum Sonntag stammt vom Bischof und Kirchenvater Ambrosius von Mailand (+397)

Am Sabbat nahmen nach dem Bericht des Evangelisten die Heilungswerke des Herrn ihren Anfang. Es sollte die Neuschöpfung dort anfangen, wo die Urschöpfung ehedem aufhörte. Auch wollte der Evangelist gleich anfangs zeigen, dass der Gottessohn nicht unter dem Gesetze, sondern über dem Gesetze stand, und dass das Gesetz nicht aufgehoben, sondern erfüllt wurde. Denn nicht durch das Gesetz, sondern kraft des Wortes ward die Welt erschaffen. Nicht also aufgehoben, sondern erfüllt wurde das Gesetz zum Zweck der Neuschöpfung des bereits dem Untergang verfallenden Menschen. Darum auch des Apostels Mahnung: „Zieht aus den alten Menschen und zieht an den neuen, der nach Christus geschaffen ist!". Und füglich machte der Herr am Sabbat den Anfang.
Mit den geringeren Werken sodann beginnt der Herr, um zu den größeren fortzuschreiten. Jemanden vom Teufel zu befreien, vermögen auch Menschen, freilich nur im Worte Gottes; Toten die Auferstehung gebieten, steht allein in Gottes Macht.
Niemand darf sich ferner daran stoßen, dass in unserer Schrift der Teufel als der erste angeführt wird, der den Namen „Jesus von Nazareth" ausspricht; denn nicht von ihm hat Christus den Namen empfangen, welchen ein Engel vom Himmel der Jungfrau überbrachte. Es ist das seiner Unverschämtheit eigen, sich als erster unter den Menschen etwas anzumaßen und es als etwas Neues vor den Menschen auszugeben, um ihnen schauerlichen Respekt vor seiner Gewalt einzuflößen. So sprach er auch in der Genesis als erster den Namen „Gott" vor den Menschen aus; denn so liest man: „Und er sprach zum Weibe: Warum doch hat Gott gesagt, ihr sollt nicht essen von jeglichem Baum?" - So wurden also beide Geschlechter vom Teufel verführt, von Christus geheilt.
Und trefflich: „es war in der Synagoge ein Mensch, der einen unreinen Geist hatte"; er hatte ja den Heiligen Geist verloren. Da nämlich, wo Christus fortgezogen, war der Teufel eingedrungen. Zugleich zeigt sich, dass die Natur des Teufels nicht schlecht ist, dass nur seine Werke böse sind; denn im Werke verleugnet er den Herrn, den er kraft seiner höheren Natur als solchen bekennt.

(rv/schott 28.01.2012 ord)

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