Lehrstellen - Bayern erfolgreich
Lehrstellen - Bayern erfolgreich
Jeder Jugendliche hat Ausbildungsangebot erhalten - 4.750 freie Plätze - Anstrengungen von Wirtschaft, Arbeitsverwaltung und Staatsregierung erfolgreich
"Im vergangenen Jahr konnten wir jedem Jugendlichen in Bayern ein Ausbildungsangebot machen: Die 4.405 Jugendlichen, die Ende Dezember noch auf Lehrstellensuche waren, konnten aus 4.750 Ausbildungsangeboten wählen - 1.983 freien Lehrstellen sowie 2.767 Plätzen für Einstiegsqualifizierungen", zog Bayerns Arbeitsstaatssekretär Jürgen W. Heike heute in München eine positive Bilanz über das "von den Rahmenbedingungen her ansonsten schwierige Ausbildungsjahr 2004". Vor allem die gemeinsame Kampagne "Fit for Work - Berufschancen 2004" der Organisationen der bayerischen Wirtschaft, der Arbeitsverwaltung und der Bayerischen Staatsregierung habe für diesen Erfolg gesorgt.
Dr. Franz Prast, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, lobte in diesem Zusammenhang die ausgesprochen konstruktive Zusammenarbeit: "Gemeinsam ist es in den letzten drei Monaten gelungen, die Trendwende herbeizuführen und die rechnerische Lehrstellenlücke, die im September noch 2.295 Ausbildungsplätze betragen hatte, zu schließen." Dr. Reinhard Dörfler, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK), wies darauf hin, dass im Rahmen der IHK-Lehrstellenoffensive die bayerischen IHK-Unternehmen 2004 knapp 5.000 neue Ausbildungsplätze bereitgestellt und damit die Paktzusage von 2.811 neuen Stellen weit übertroffen hätten. Dörfler: "Auch in diesem Jahr wird die Wirtschaft alles daran setzen, diesen Erfolg zu wiederholen."
Rudolf Herwig, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Handwerkskammern, machte deutlich, dass eine der Hauptschwierigkeiten, mit denen die Betriebe bei der Besetzung von Lehrstellen konfrontiert würden, die schwindende Ausbildungsfähigkeit und auch Ausbildungswilligkeit vieler Jugendlicher sei. "Der Ausbildungspakt greift. Die Unternehmen und Verbände haben trotz der schwierigen konjunkturellen Lage ihr Möglichstes getan, um zusätzliche Plätze zu schaffen", ergänzte Dr. Christof Prechtl, Geschäftsführer der Abteilung Bildung der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., und fügte hinzu: "Aber ein Appell wird auch 2005 bleiben: Die Gewerkschaften sollten ihrerseits einen Beitrag dazu leisten, dass mehr Ausbildungsplätze entstehen. Zum Beispiel, indem sie ihre Blockadehaltung gegenüber den zweijährigen Ausbildungsberufen endlich aufgeben und flexibleren Lösungen bei den Ausbildungsvergütungen zustimmen."
Staatssekretär Heike hob hervor, dass im Rahmen von "Fit for Work" allein 2.859 Betriebe einen Förderantrag für die Schaffung zusätzlicher Lehrstellen gestellt hätten, davon 1.598 Betriebe - vor allem im ostbayerischen Grenzraum - aufgrund des 5.000-Euro-Zuschusses. Die übrigen 1.261 Lehrstellen würden für leistungsschwächere Jugendliche geschaffen; hierfür werde bayernweit ein Zuschuss in Höhe von einmalig 2.500 Euro gezahlt. "Zudem haben wir 208 Mobilitätshilfen und 94 Fahrtkostenzuschüsse für Jugendliche bewilligt, die zu ihrer neuen Lehrstelle pendeln müssen", erklärte Heike und machte deutlich, dass man auch im kommenden Jahr alles für eine ausgeglichene Bilanz am Ausbildungsmarkt tun werde.


