Girls’Day 2009. Mädchen, traut Euch!
„Mädchen chatten am Computer, nutzen ganz selbstverständlich die neuesten Technologien bei Handys oder MP3-Playern, reparieren Fahrräder - aber wenn es um die Berufswahl geht, trauen sie sich nicht an technische Berufe heran! Denn leider fällt die Entscheidung bei der Berufswahl immer noch allzu oft danach, was als ‚passend’ für Mädchen erachtet wird und nicht nach rationalen Kriterien wie Eignung, Neigung und Zukunftsperspektiven“, stellte Bayerns Frauen- und Arbeitsministerin Christine Haderthauer heute in München anlässlich des morgigen Girls’Day fest.
Frauen- und Arbeitsministerin Haderthauer: In der Technik warten kreative und spannende Berufe auf Euch!
Girls’Day 2009. Mädchen, traut Euch!
StMAS
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Die Ministerin appellierte an Mädchen: „Traut Euch – nutzt den Girls’Day, um einen Einblick in eher männerdominierte Berufsfelder zu erhalten. Lasst Euch von der spannenden Welt der Technik und Naturwissenschaften begeistern und entdeckt Euer Potenzial! Technische Berufe haben Zukunft – sie gehören auch in Frauenhände!“
Mit dem Girls’Day solle den Mädchen Mut gemacht werden, auch technische und angeblich ‚frauenuntypische’ Berufe zu ergreifen. „Viele Jugendliche treffen ihre Berufswahl noch immer in einem viel zu engen Spektrum. Jedes Jahr entscheiden sich weit mehr als die Hälfte aller Mädchen für die jeweils zehn am meisten gewählten Ausbildungsberufe – z.B. Arzthelferin, Bürokauffrau oder Friseurin. Klar ist aber natürlich: Auch Mädchen, die sich bewusst für einen ‚frauentypischen’ Beruf entscheiden, dürfen nicht benachteiligt werden. Hierzulande haben wir einen stillschweigenden gesamtgesellschaftlichen Konsens aller - auch der Gewerkschaften und der übrigen Tarifvertragsparteien -, dass viele der von Mädchen gewählten ‚typischen Frauenberufe’ schlechter bezahlt werden als Männerberufe. Hier ist noch viel zu oft das Denken verankert, dass ein Mann seine Familie ernähren muss, eine Frau aber bestenfalls einen Zuverdienst erwirtschaftet. Ich setze mich dafür ein, dass die Arbeit von Frauen genauso hoch bewertet wird, wie die Arbeit von Männern“, betonte Haderthauer und appelliere abschließend an alle Eltern: „Helfen Sie bei der Suche nach einem Beruf, der zu Ihrer Tochter passt und ihr auch in finanzieller Hinsicht Unabhängigkeit ermöglicht. Informieren Sie sich frühzeitig über Aufgaben, Anforderungen und Arbeitsbedingungen – damit aus dem Traumberuf Ihrer Tochter kein Albtraum wird.“
Am 23. April 2009, 13 Uhr, wird Bayerns Frauen- und Arbeitsministerin Christine Haderthauer bei der Agentur für Arbeit Augsburg, Wertachstraße 28, 86153 Augsburg gemeinsam mit interessierten Mädchen in die Welt der Technik eintauchen.


