April 2012 - Bayrischer Arbeitsmarkt braucht dringend Fachkräfte
„Unsere Wirtschaft boomt, die Auftragsbücher sind voll. Der Arbeitsmarkt hat der Krise getrotzt und ist in sehr guter Verfassung. Und das spiegeln auch die heutigen Zahlen wider"
Arbeitsministerin Haderthauer: „Alleinerziehende brauchen besondere Unterstützung“
April 2012 - Bayrischer Arbeitsmarkt braucht dringend Fachkräfte
Bayerisches Staatsministerium für
Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Winzererstraße 9
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Mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent im April 2012 haben wir in Bayern die beste Situation aller Länder in Deutschland. Die anhaltend positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bedeutet auch, dass Arbeitskräfte, vor allem Fachkräfte, knapp werden. Zugleich haben wir in unserem Land noch reichlich ungenutzte Potentiale. Mein Appell geht deswegen an die Unternehmen, nun auch Jugendliche, Frauen, Ältere, Menschen mit Behinderung und die hier lebenden Migranten endlich mit ins Boot zu holen. Die Zeit ist mehr als reif dafür“, so Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer in München anlässlich der heutigen Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen für April 2012.
Haderthauer: „Ganz besonders Alleinerziehende können ihre Potentiale im Erwerbsleben noch zu wenig einbringen. Frauen sind heutzutage so qualifiziert wie nie zuvor und verfügen über Kompetenzen, auf die kein Unternehmen verzichten kann. Aber: Sobald ein Kind im Spiel ist, werden Mütter hierzulande leider immer noch viel zu oft aufs Abstellgleis gestellt. Es kann nicht sein, dass Kindererziehung ohne Partner zum Hemmschuh für die Karriere wird. Wir brauchen einen Bewusstseinswandel, der die Anerkennung von Familienarbeit zur Selbstverständlichkeit werden lässt! Hierfür gibt es keine Patentrezepte – individuelle Lösungen sind gefragt. Wir brauchen eine gezielte Unterstützung Alleinerziehender durch alle Arbeitsmarktakteure in allen Phasen des Berufslebens. Das fängt schon bei der Berufsausbildung an und reicht bis zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Wir helfen dabei: Um Berufsrückkehrerinnen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, unterstützen wir aktuell elf Projekte mit insgesamt 2,2 Mio. Euro aus dem Arbeitsmarktfonds. Zum Beispiel konnte Anfang März das Projekt FiTT - Frauen in Technik und Teilzeit starten, das arbeitslose, alleinerziehende Frauen für eine Teilzeitausbildung in MINT-Berufen fit macht.“
Arbeitsstaatssekretär Sackmann: „Jugendliche müssen sich jetzt um Ausbildungsplatz bewerben“
„Das Frühjahr kommt mit großen Schritten, der Arbeitsmarkt und der Lehrstellenmarkt kommen richtig in Schwung. Beruflicher Nachwuchs ist gefragt wie selten zuvor. Die Chance, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, ist für die Jugendlichen in Bayern so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr. Alle Jugendlichen, die bislang noch nicht aktiv geworden sind, sage ich: Nutzt die hervorragende Ausbildungsmarktsituation und bewerbt Euch um einen Ausbildungsplatz! Es ist jetzt höchste Zeit. Die Firmen spüren, dass der Bewerberandrang nachlässt. Sie reagieren darauf, indem sie früher einstellen. Dies bedeutet für unsere Jugendlichen, dass sie sich jetzt schleunigst noch um einen Ausbildungsplatz bewerben sollten – am besten gleich mit dem Zwischenzeugnis oder dem Jahreszeugnis des letzten Schuljahres. Denn wer auf das Abschlusszeugnis wartet, kann zu spät dran sein!“, so Bayerns Arbeitsstaatssekretär Markus Sackmann heute anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen für April 2012.
Sackmann: „Ich gehe davon aus, dass dieser Trend bis zum Ende des Berufsberatungsjahres anhält. Gerade auch die leistungsschwächeren Jugendlichen, die Probleme haben, dürfen die Flinte nicht ins Korn werfen. Auch für sie gibt es Angebote. Entscheidend ist, dass sich jeder, der in eine Ausbildung will, umgehend bei den Berufsberatungen der Agenturen für Arbeit meldet. Denn nur wer bekannt ist, dem kann geholfen werden!“, so der Arbeitsstaatsekretär abschließend.
Im April waren in der Oberpfalz 20.204 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent. Im Landkreis Cham liegt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent. Es waren 2.107 Personen arbeitslos.
Im April waren im Freistaat 249.517 Personen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent.







