Mit der „Berufswahluhr“ pünktlich zur Berufsausbildung
Bonn, den 16.08.2007 Jugendliche, die eine berufliche Erstausbildung anstreben, befinden sich in einer wichtigen, aber auch schwierigen Orientierungsphase. Dies trifft verstärkt auf Jugendliche mit Migrationshintergrund, mit schulischen oder sozialen Problemen zu. Bei der Suche nach einer Lehrstelle sind sie besonders benachteiligt. Gerade diese Jugendlichen brauchen Unterstützung und spezielle Förderung, um beispielsweise Informationen einzuholen, Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen oder sich auf Auswahlgespräche vorzubereiten.
Dabei hilft ihnen – und den sie betreuenden Fachkräften – jetzt
eine „Berufswahluhr“, mit der sehr gut in Form von Checklisten
der zeitliche Zusammenhang zwischen Informieren, Entscheiden und
Bewerben bzw. Anmelden in der 9. und 10. Klasse demonstriert werden
kann. Die „Berufswahluhr“ ist Bestandteil einer neuen Datenbank,
die das GOOD PRACTICE CENTER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG (GPC) IM
BUNDESINSTITUT FÜR BERUFSBILDUNG (BIBB) bereitstellt.
Betriebe, Bildungsträger und Schulen erhalten in dieser Datenbank
Informationen und Praxishilfen zur Benachteiligtenförderung.
Fachkräfte können zur Unterstützung ihrer täglichen Arbeit aus
mehr als 30 Schlüsselthemen Materialien und Produkte verschiedener
Typen auswählen, zum Beispiel Arbeitshilfen, Dokumentationen,
Praxismaterialien, Konzepte und wissenschaftliche Ausarbeitungen.
Die thematische Bandbreite reicht dabei von A wie „Assessment-Center“
über O wie „Oberstufenband“ bis zu Z wie „Zielbildungsprozess“.
Seit Ende 2001 wurden im Rahmen des Programms „Kompetenzen fördern –
Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf
(BQF)“ in über 120 Projekten umfangreiche Entwicklungsarbeiten für die
berufliche Förderung von benachteiligten jungen Menschen geleistet.
Die Ergebnisse sind in die knapp 500 Produkte und Materialien der
neuen Datenbank eingeflossen, die erfolgreiche Ansätze und Konzepte
aufgreift, um sie einer breiteren Praxis zur Verfügung zu stellen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das
BQF-Programm gemeinsam mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds
mit rund 62 Millionen Euro gefördert. Als zentrale Transferstelle
koordiniert das GPC im BIBB im Auftrag des BMBF die Verbreitung
guter Ergebnisse in die Praxis der Benachteiligtenförderung.
Weitere Informationen unter http://www.kompetenzen-foerdern.de
Bundesinstitut für Berufsbildung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Internet: www.bibb.de


