Politisches Jojo - die Bürger spielen immer mit.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche! Heute wählt Hamburg und mit höchster Wahrscheinlichkeit wird wieder die SPD in der Hansestadt den Ton angeben.
Heute Topp - morgen Hopp - übermorgen wieder Topp!
Politisches Jojo - die Bürger spielen immer mit.
handwerkermarkt
Schlagworte
Vorbei das schwarz-grüne Intermezzo, das mit von Beust an der Spitze frische Luft in die Stadt blasen wollte. Vergessen waren auch im Wahkampf die nur wenige Jahre alten Filz-Affären der SPD, in der Scholz Mitte der 90er Jahre seine Rolle spielte. Aber so ist Politik. Wenn es der Sache dient, vor allem aber der eigenen, dann sind Erinnerungslücken das größte Kapital unserer Politiker. So hat Gysie, der vehement vor laufenden Kameras Guttenbergs Rücktritt forderte, seine eigenen Bonusmeilen-Skandale als Berlin's Wirtschaftssenator oder die Stasiberichte um seine Person im Fall Havemann sicher ganz vergessen. Der grüne Lautsprecher Özdemir verschwand 2002 kurzfristig in der Versenkung, weil er gar so gierig nach Krediten des PR- Beraters Hunzinger griff, ebenso wie im gleichen Jahr der damalige SPD Verteidigungsminister Scharping, der sich von eben demselbem Medienprofi begünstigen ließ. Dabei hat die "ehrenwerte rote Familie", die so gern mit dem Finger auf ihren "kapitalistischen Nachbarn" zeigt, noch viele weitere schwarze Schafe in ihren Reihen - genannt seien beispielsweise nur der niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Glogowski, der sich von einer Brauerei private Feste finanzieren ließ oder der damalige SPD-Parteichef und Ministerpräsident Schleswig-Holsteins Björn Engholm, der als Lügner vor einem Untersuchungsausschuss überführt wurde. Nun auch die CDU hatte einst ihren Skandale um Strauss oder Barschel oder die Lothar Späth "Traumschiff-Affäre", und die FDP hatte ihren Möllemann-Fall, der als Vizekanzler wegen erwiesener Vetternwirtschaft zurücktreten musste. Wieviele Fälle von Begünstigung, Korruption oder politschen Lügen gar nicht aufgedeckt werden, kann man nur erahnen.
Sollte sich die Vorwürfe gegen zu Guttenberg aber als Tatsachen herausstellen, können auch alle bisher angehäuften Vorschusslorbeeren und Symphatiepunkte bei den Bürgern im Land, den Freiherrn im Amt des Verteidigungsministers nicht halten. Orientiert man aber sich an der Person von Olaf Scholz, der heute wieder Bürgermeister von Hamburg wird, kann man ermessen, wann auch zu Guttenberg wieder auf einer politischen Bühne auftauchen wird. Politik - und auch Bürger - sind ja so vergesslich.
Es ist bedauerlich, wenn ein junger, agiler und auch politisch begabter Mann über seine eigenen Fehler stolpert. Soviele Politiker mit Charisma und Ausstrahlungskraft haben wir derzeit in der Republik leider nicht. Selbst die Kanzlerin rutschte in den letzten Monaten seinen Symphatieschatten. Aber einerseits kann die Regierung keine Gesetze zum Urheberrecht erlassen und diese Thematik pressemäßig groß herausstellen, und andererseits, eine Verletzung dieser Rechte durch einen Minister, für den Fall, dass sich dies bewahrheitet, als unangenehme Lappalie unter den Teppich kehren. Dann kann sie auch gleich diese Gesetze einmotten. Schade für den symphatischen Freiherrn zu Guttenberg - aber leider dumm gelaufen. Aber noch ist alles eine große Medienkampagne, insziniert durch SPD und LINKE, passend zu den Landtagswahlkämpfen, die vor uns liegen. Warten wir doch die Stellungnahme der Universität Bayreuth zur Nachprüfung der Dissertation ab.
Brisante Nachrichten kommen tagtäglich aus der arabischen Welt. Nicht allein das neu aufkommende Flüchtlingsproblem macht Sorgen, schlimmer sind die, immer weiter ausufernden Aufstände in Lybien, Bahrain oder Iran und die gewaltvollen Reaktionen der Noch-Machthaber. Schlimmer noch, jetzt mischt sich auch die Führungsspitze des Terrornetzwerkes al-Qaida aktiv ein. Wie die WELT am Sonntag berichtet, veröffentlichte die Medienabteilung "As-Sahab Media" der Terrororganisationeine eine Tonbandbotschaft des Al-Qaida-Vize-Chefs Dr. Ayman al-Zawahiri. Die 35-minütige Aufnahme, die „Welt Online“ vorliegt, wurde auf einschlägigen Internetseiten veröffentlicht
und gilt als authentisch. Sie trägt den Titel: "Botschaft der Hoffnung an das ägyptische Volk". Zawahiri erklärt in der Tonbandbotschaft, in Ägypten herrsche ein vom Islam abgewandtes, korruptes Regime. Einzig der islamische Staat sei eine bessere Alternative für die Ägypter. "Die ägyptische Regierung herrscht über ihr Volk mit unterdrückerischen Kräften und gefälschten Wahlen, korrupten Medien und ungerechten Gesetzen", so der ägyptische Terrorist. An einer Stelle der als Video veröffentlichen Audiobotschaft erscheint eine Tabelle mit einer Gegenüberstellung des ägyptischen Systems und der von al-Qaida angestrebte Gottesstaat-Vorstellung. Ägypten sei ein säkulares System, während ein islamischer Staat ein "göttliches System" sei, in dem eine Shura, ein Gelehrtenzirkel mit der Sharia-Rechtssprechung über die Ummah richtet. ... Vergessen darf man nicht, dass 1981 der damalige ägyptische Machthaber Anwar Sadat von islamistischen Attentätern erschossen wurde und Zawahiri und weitere religiöse Oppositionelle in diesem Zusammenhang verhaftet wurden. Nach seiner Haftentlassung ging er nach Pakistan, wo er Osama Bin Laden's Leibarzt wurde und mit dem er al-Qaida gründete. Sollte es nun al-Qaida gelingen, ihre vergiftete Saat unter den demonstrierenden Muslimen auszustreuen und sollte diese aufgehen, weil Armut
und Korruption trotz Machtwechseln nicht zu beseitigen sind, wird das Flüchtlingsproblem hinter der bevorstehenden Bedrohung islamistischer Staaten, verschwindend klein sein.
Wenn Sie in diesen Tagen zu Himmel hinaufschauen, können Sie die ersten Zugvögel zurückkehren sehen. Boten des sich ankündigenden Frühlings. Zeit für die ersten Arbeiten im Garten oder längere Spaziergänge. Genießen Sie diese Zeit. - In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine gute neue Woche, Gesundheit und Ihnen allen viel Erfolg. Bis zum nächsten Samstag - Mit den besten Wünschen Ihr Jack Hauswald


