Merkel mit Schaukämpfen in der Energiepolitik
Heftige Kritik an den Schaukämpfen um die Energiepolitik äußert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) aus Anlass der heute vorgelegten Gutachten zum geplanten Energiekonzept der Bundesregierung.
Energiepolitik: Taten statt Pokern und Warten
Merkel mit Schaukämpfen in der Energiepolitik
Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. - vzbv
Markgrafenstraße 66
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Fixierung auf Atomenergie geht an den dringlichen Aufgaben vorbei. "Nichts als alter Wein in nur halbwegs neuen Schläuchen wird da präsentiert", kritisiert vzbv-Energieexperte Holger Krawinkel. "Statt ein Gutachten nach dem anderen schreiben zu lassen, muss sich die Politik endlich der Verantwortung stellen." Die Defizite der Energiepolitik seien längst bekannt.
Sowohl anlässlich des Energiegipfels bei der Bundeskanzlerin 2005 als auch zur Vorbereitung des "Integrierten Energie- und Klimaprogramms" (IEKP) 2007 wurde nach Ansicht des vzbv genügend Wissen gebündelt und aufbereitet, um den Umbau des Energiesystems konsequent anzugehen. In einem Positionspapier hat der vzbv noch einmal die aus Verbrauchersicht vordringlichen Handlungsfelder aufgezeigt, sie umfassen:
"Die einseitig auf Atomenergie ausgerichtete Debatte verdeckt das wahre Ausmaß der künftigen Herausforderungen", so Krawinkel. Politische Entscheidungen und das Handeln der Behörden auf allen Ebenen - EU, Bund, Länder und Kommunen - seien jetzt gefordert. "Wenn jetzt nicht in die Gebäudesanierung und den Netzausbau investiert wird, zahlen am Ende die Verbraucher die Zeche", prophezeit Krawinkel. Nicht nur aus Klimaschutz, sondern auch aus Kostengründen sei es vor dem Hintergrund absehbar steigender Kosten der fossilen Energieträger geboten, sich von dem veralteten Energiesystem zu verabschieden.







