Mit Bioenergie die Wertschöpfung in der Landwirtschaft erhöhen
Agrarfinanztagung 2007 beschäftigte sich mit der Bioenergie----„Die Erkenntnis scheint wieder zu wachsen, dass das Bankgeschäft mit der Agrarwirtschaft ein interessantes Marktsegment ist. Dass Banken und Investoren bereit sind, Kapital bereit zu stellen, ist für eine stark wachsende Branche wie die Bioenergie besonders wichtig". Dies sagte Frank Zedler, Vorsitzender des Fachausschusses für betriebswirtschaftliche Fragen beim Deutschen Bauernverband (DBV), im Rahmen der Agrarfinanztagung 2007. In diesem Jahr stand die gemeinsame Tagung von DBV und Landwirtschaftlicher Rentenbank am 31. Mai 2007 in der Andreas Hermes Akademie in Bonn unter dem Thema „Investitionsstrategien in Bioenergie – Wertschöpfung für die Land- und Forstwirtschaft sichern".
Präsident Frank Zedler, Dipl.-Agrar-Ingenieur
Mit Bioenergie die Wertschöpfung in der Landwirtschaft erhöhen
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Zedler wies vor zahlreichen Bankern und Beratern darauf hin, dass mit Bioenergie und nachwachsenden Rohstoffen für die Landwirte ein Zugewinn an unternehmerischer Freiheit und vielseitige Chancen der betrieblichen Weiterentwicklung verbunden seien. Letztendlich müsse aber der Betreiber einer Biogasanlage genauso mit dem spitzen Bleistift kalkulieren wie der Milchviehhalter. „Auch bei der Bioenergie wachsen die Bäume nicht in den Himmel, hier sind die Rohstoffkosten mitentscheidend für die Rentabilität", stellte Zedler fest.
Die weltweit lebhafte Nachfrage nach Nahrungsmitteln und neue Märkte bei Bioenergie und nachwachsenden Rohstoffen haben nach Aussage Zedlers einen Nachfragesog an den Agrarmärkten erzeugt. Allerdings müsse sich die Landwirtschaft selbst auch auf ein gestiegenes Preisniveau einstellen. Aktuell seien die Landwirte weltweit mit gestiegenen Kosten für Energie, Düngemittel und Futtermittel konfrontiert. Wie DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born au-ßerdem verdeutlichte, müsse eine örtliche Überhitzung der Pachtpreise verhindert werden. Besonders wichtig sei, dass der Ausbau der Bioenergie in berechenbaren und ausgewogenen Schritten erfolge.
Born wies darauf hin, dass die Landwirte bei der Entwicklung der erneuerbaren Energie eine zentrale Rolle spielen. So seien sie Standortgeber, Lieferant und vielfach auch Anlagebetreiber. Bei den zunehmend größeren Biogasanlagen stelle sich für viele Landwirte die Frage, ob sie die Anlagen in „Eigenregie" errichten und betreiben sollten oder sich auf die Zulieferung der Rohstoffe beschränken sollten. Seiner Einschätzung nach kann es für die Landwirte sehr vorteilhaft sein, sich bei Biogasanlagen zu Liefergemeinschaften zusammenzuschließen. Grundsätzlich sei es aber nicht immer notwendig, dass die Landwirte auch Investoren der Anlage sein müssten. Letztendlich gehe es darum, ganz neue Kooperationsbeziehungen zwischen Landwirten und Energieunternehmen zu gestalten, stellte Born fest.
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