Mehr Sicherheit in der 3. Fußball-Bundesliga und neuen Regionalliga
Die Polizei hat sich frühzeitig auf die Spielklassenreform des Deutschen Fußballbundes und die Einführung einer dritten Bundesliga sowie die Aufstockung der Regionalliga eingestellt. In enger Abstimmung mit dem DFB, dem Bayerischen Fußballverband und den angeschlossenen Vereinen wurde auf der Grundlage der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen, die sich bewährt haben, die Sicherheitskonzeption an die neue Liga-Struktur angepasst.
Innenminister Herrmann erläutert Sicherheitskonzept bei Fußballspielen der Bundesligen und der Regionalliga Süd in Bayern
Mehr Sicherheit in der 3. Fußball-Bundesliga und neuen Regionalliga
Bayerisches Staatsministerium des Innern Pressestelle
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Nach Einführung der 3. Bundesliga: "Enge Kooperation zwischen den bayerischen Sicherheitsbehörden, dem DFB, dem Bayerischen Fußballverband und den Vereinen"
Innenminister Joachim Herrmann: "Mit dem Sicherheitskonzept Fußball haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir passen es jetzt an die neue Struktur mit 3. Profi-Liga und neuer Regionalliga an. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem DFB, dem Bayerischen Fußballverband, den Sicherheitsbeauftragten der Vereine und der intensive landes- und bundesweite Informationsaustausch sichern uns frühzeitig Erkenntnisse, um gegen Randalierer einzugreifen. Rowdies und Hooligans sind keine Fußballfans und haben mit Fußball nichts zu tun. Wir wollen, dass!
für die Bürger, die Familien der Sport im Mittelpunkt steht und sie nicht befürchten müssen, Opfer von Gewalt zu werden."
In den drei Bundesligen sind zehn, in der neuen Regionalliga Süd weitere sieben bayerische Vereine aktiv. Damit muss auch mit einer vermehrten Anreise von Fußballrowdies gerechnet werden. Dabei besteht die Gefahr von Ausschreitungen nicht ausschließlich im näheren Stadionumfeld, wie ein Fall vom Mai letzten Jahres zeigt. Zwei Fan-Busse aus Nürnberg und München parkten an einer Rastanlage bei Würzburg zufällig nebeneinander. Es kam zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung der beiden rivalisierenden Fangruppen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. Die Frau eines Busfahrers wurde mit einer Flasche am Kopf getroffen und trug schwere Kopf- und Augenverletzungen davon. "Derartige Eskalationen wollen wir mit einem schnellen und umfangreichen Wissens- und Informationsaustausch über die Ländergrenzen hinweg so weit wie möglich verhindern. Dazu haben wir den polizeilichen Lagedienst Fußball in einer Landeskoordinierungsstelle beim Polizeipräsidium München der neuen !
Liga-Struktur angepasst. Erfahrene, szenekundige Beamte der Polizei sind an allen bayerischen Spielorten aktiv und setzen sich intensiv mit Problemgruppen auseinander. Gewalttäter werden so schnell identifiziert und damit isoliert. Dies trägt nachhaltig zur Gewaltprävention bei ", so Herrmann.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die enge Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Sicherheitsbehörden und den Sicherheitsbeauftragten der einzelnen Vereine. Herrmann: "Damit rücken wir noch näher an gewaltbereite Problemgruppen heran und können über präventivpolizeiliche Maßnahmen wie Gefährderansprachen, Meldeauflagen und Aufenthaltsbeschränkungen bis hin zum Unterbindungsgewahrsam gezielt auf diese Personen einwirken." Derzeit werden etwa 800 Personen bayernweit der Hooligan-Szene zugerechnet. "Diese Gewalttäter werden in der Datei "Gewalttäter Sport" registriert", sagte Herrmann.
Die Zusammenarbeit mit den Vereinen führt aber auch zur konsequenten Verhängung von Stadionverboten, die derzeit für rund 300 bayerische Gewalttäter bundesweit gelten. Herrmann: "Wir werden auch weiterhin konsequent gegen Fußballrandalierer vorgehen, um der großen Mehrheit der Zuschauer, die Fußball als Vergnügen und Zerstreuung ansehen einen spannenden, gewaltfreien und ungestörten Nachmittag in unseren Stadien zu ermöglichen."
Die Stadien der bayerischen Vertreter in den Profi-Ligen und der Regionalliga Süd sind durch bauliche Maßnahmen, die z. B. die Trennung rivalisierender Fangruppen ermöglichen, sicherheitstechnisch gut geeignet. Es gibt für alle Stadien entsprechende öffentlich-rechtliche Stadienverordnungen und die Zusammenarbeit der Polizei mit den eingesetzten Ordnerdiensten gewährleistet professionelle Einlasskontrollen insbesondere bei Risikospielen. "Wir haben damit sehr gute Voraussetzungen für die Sicherheit rund um das Fußballvergnügen in Bayern", so Herrmann.
Bayerisches Staatsministerium des Innern Pressestelle


