Was tun mit Falschgeld?
Was tun mit Falschgeld?
So fälschungssicher, wie man uns weismachen wollte, ist der Euro dann wohl doch nicht. Trotz der Umstellung sind bereits reichlich Blüten im Umlauf. Wie können Sie sich davor schützen, Falschgeld angedreht zu bekommen? Und was müssen Sie tun, wenn Ihnen ein Kunde Falschgeld andreht? Die Zahl der umlaufenden Blüten ist zwar geringer als zu DM-Zeiten, aber dennoch sollten Sie auf der Hut sein: Im ersten Halbjahr 2004 wurden mit 35.841 Blüten etwas mehr Falschgeld registriert als im vorangegenagenen Halbjahr (27.061). Dabei ist dem Einzelhandel ein Schaden in Höhe von 3 Millionen Euro entstanden.
Wie Sie sich schützen können Die Erfahrung zeigt, dass Falschgeld vor allem dort an den Mann gebracht wird, wo das Bargeld von den Kassierern ohne Prüfungen entgegengenommen wird. Daher stellt die Prüfung der Geldscheine die beste Möglichkeit dar, sich zu schützen. Am zuverlässigsten ist es, wenn Sie ein Banknotenprüfgerät einsetzen. Zusätzlich sollten Sie einen prüfenden Blick auf den Geldschein werfen. Am besten, Sie prägen sich zwei Sicherheitsmerkmale genau ein, auf die Sie jedes Mal achten.
Gehen Sie nach dem Prinzip "Sehen-Kippen-Fühlen" vor. Beim Sehen (Die Banknote gegen das Licht halten) erkennen Sie das Wasserzeichen, beim Kippen die schimmernden Hologramme, beim Fühlen den hervorgehobenen EZB-Eindruck. Bei Zweifeln ist auch der Vergleich mit einer echten Note hilfreich. Besteht nach genauer Betrachtung der Note immer noch Unklarheit, sollten Sie sie besser nicht annehmen.
Denn für entgegengenommenes Falschgeld gibt es keinen Ersatz. Geben Sie Falschgeld weiter, machen Sie sich sogar strafbar. Sind Sie dagegen ganz sicher, dass der Kunde Ihnen Falschgeld andrehen will, sollten Sie sofort die Polizei verständigen.
Zur Vorbeugung hat der HDE ein "Blütennetz" eingerichtet. Gegen eine einmalige Gebühr in Höhe von rund 25 Euro können Sie an diesem Netz teilnehmen: Einzelhändler warnen sich per E-Mail gegenseitig, sobald irgendwo Falschgeld aufgetaucht ist. Sofern Sie sich an diesem Projekt beteiligen wollen, genügt eine E-Mail an hde@einzelhandel.de. Um das Kassenpersonal stärker für Falschgeld zu sensibilisieren, sollten Sie von den kostenlosen Schulungen der Deutschen Bundesbank Gebrauch machen - und Informationsmaterial anfordern. (www.bundesbank.de). Achten Sie beim Kauf eines Prüfgerätes für Falschgeld auf gute Qualität. Denn manche Geräte prüfen nur ein Sicherheitsmerkmal - und sind daher wenig tauglich. Fordern Sie bei der Bundesbank eine Adressliste von Prüfgeräteherstellern an. Auch Testergebnisse von Geräten können Sie dort beziehen (www.bundesbank.de).


