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Gen-Aussage von Sarrazin ist ungenau und nicht wissenschaftlich, aber im Kern richtig.

erstellt von Jack Hauswald zuletzt verändert: 01.09.2010 01:09

Die Aussage von Thilo Sarrazin ist ungenau und nicht wissenschaftlich, aber im Kern richtig. Volksgruppen, die häufig unter sich heiraten und sich fortpflanzen sind auch genetisch "verknüpft".

Gen-Aussage von Sarrazin ist ungenau und nicht wissenschaftlich, aber im Kern richtig.

Thilo Sarrazin: "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen"

Gen-Aussage von Sarrazin ist ungenau und nicht wissenschaftlich, aber im Kern richtig.

iGENEA
Schlossgasse 9

CH 8003 Zürich

Schlagworte

Öffentlichkeit Meinung Gentechnik Presse Politik Menschenrechte

Eine wissenschaftliche Klarstellung von iGENEA, dem Institut für genetische Herkunftsforschung

Es ist bekannt und wissenschaftlich unbestritten, dass es genetische Muster gibt, die bei Juden gehäuft vorkommen. Im Juni 2010 hat eine Gruppe von amerikanischen und israelischen Wissenschaftlern im renommierten American Journal of Human Genetics erneut belegen können, dass sich verschiedene jüdische Untergruppen genetisch voneinander unterscheiden, aber auch dass alle jüdischen Untergruppen letztlich einen gemeinsamen Ursprung haben.

Jeder Mensch hat heute die Möglichkeit, seine DNA auf seine genetische Herkunft hin testen zu lassen. Bei Personen, deren Familien sich aufgrund von Unruhen, Kriegen oder Vertreibungen über die ganze Welt verteilt haben, ist dies besonders beliebt - so auch bei der jüdischen Gemeinschaft. Ein sogenannter DNA-Genealogie-Test fasst Träger der selben oder ähnlicher genetischer Merkmale in Haplogruppen zusammen. Haplogruppen kann man sich als grosse Äste des Homo Sapiens Stammbaumes vorstellen. Wenn sich verschiedene Populationen isoliert voneinander entwickeln, sich also nicht mehr vermischt fortpflanzen, sei es wegen geographischen Grenzen, sei es aus kulturellen oder sozialen Gründen, dann bilden sich DNA-Profile heraus, die für diese Population charakteristisch sind.

Die Zugehörigkeit zu bestimmten Unter-Haplogruppen kann nun zum Beispiel auf eine jüdische oder eine baskische Herkunft hinweisen. Das Wissen um die eigene Herkunft ist vielen wichtig - in der Regel mit fortschreitendem Alter immer wichtiger. Es ist heute möglich, aus einer einfachen Speichelprobe Informationen zu gewinnen, die einen Tausende Jahre in die eigene Vergangenheit zurückschauen lassen und aufgrund derer man Personen auf der ganzen Welt finden kann, zu denen man den Kontakt schon vor Generationen verloren hat.

Mehr Informationen finden Sie unter www.igenea.com und www.igenea.com/juden. Ein DNA-Genealogietest ist ab EUR 99.- erhältlich.

iGENEA
Schlossgasse 9
CH-8003 Zürich
Internet: www.igenea.com

Mit seiner Behauptung "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen" hat Thilo Sarrazin in Deutschland für viel Aufregung gesorgt. Auch der Zentralrat der Juden war empört. In Israel dagegen entrüstet man sich nicht über Sarrazin. Dort ist man stolz auf die genetische Gemeinsamkeit zwischen den Juden.

Im Juni hatten erst zwei wissenschaftliche Studien aus Israel und den USA bestätigt, dass die Juden viele Gene von einer gemeinsamen jüdischen Gruppe aus dem Mittleren Osten geerbt haben, die dort vor etwa 3.000 Jahren gelebt hat. Auf diese Studien hat sich angeblich auch Sarrazin bezogen.

Heute gibt es etwa 13 Millionen Juden, die nicht nur durch Kultur und Religion, sondern auch durch ein genetisches Erbe miteinander verbunden sind, schrieb auch die Zeitung "Tagesspiegel" im Juni. Auch der israelische Innenminister Eli Yishai ist vom "jüdischen Gen" überzeugt.

Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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