GEZvermutet, nur jedes dritte Unternehmen zahle Rundfunkgebühr
Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vermutet, dass in zwei Drittel aller deutschen Unternehmen schwarz ferngesehen oder Radio gehört wird. Rundfunkgebühren zahle "bisher nur ein Drittel aller Unternehmen, die eigentlich zahlen müssten, weil sie Rundfunkgeräte haben", sagte GEZ-Chef Hans Buchholz dem Tagesspiegel (Samstagausgabe). Seit Anfang des Jahres muss auch auf internetfähige PCs und Handys eine reduzierte GEZ-Gebühr in Höhe von 5,52 Euro entrichtet werden, wenn sonst noch keine Geräte angemeldet wurden.
"Allein von den zirka 3,3 Millionen zur Umsatzsteuer angemeldeten
Betrieben sind rund 2,1 Millionen nicht mit Geräten angemeldet",
sagte Buchholz. Darüber hinaus bestehe noch eine "große
Dunkelziffer". Die GEZ sehe bei Selbstständigen und Unternehmen noch
ein "großes Potenzial". "Daher müssen wir uns immer mehr auf den
gewerblichen Bereich konzentrieren, um unserer Verpflichtung
nachzukommen, alle Rundfunkteilnehmer in unseren Bestand zu bringen",
sagte der GEZ-Chef dem Tagesspiegel. Eine gezielte Kampagne oder
spezielle Maßnahmen zum Gebühreneinzug werde es aber nicht geben.


