Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland angeblich vor üngenügender Sicherheit der Love Parade gewarnt!
Polizei und Feuerwehr haben Monate vor der Loveparade in Duisburg massive Vorbehalte über das Sicherheitskonzept geäußert. Kanzleramtsmininister Ronald Pofalla fordert neue Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen..
Polizei und Feuerwehr warnten Duisburgs Oberbürgermeister
Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland angeblich vor üngenügender Sicherheit der Love Parade gewarnt!
Kölner Stadt-Anzeiger
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Standortpolitik Öffentlichkeit Stadt Sicherheit Veranstaltung Politik Verantwortung Katastrophe
19 Tote und 340 Verletzte klagen an!
Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" in der Montagausgabe soll der Direktor der Duisburger Berufsfeuerwehr den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg Sauerland im Oktober 2009 schriftlich davor gewarnt haben, die Veranstaltung auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs stattfinden zu lassen. Sinngemäß soll es in dem Schreiben heißen, dass die Platzfläche nicht ausreiche, um die zu erwartende Masse an Besuchern aufzunehmen.
Auch innerhalb der Polizei regt sich heftiger Unmut über die Organisation der weltweit bekannten Technoparade. Zwei Kölner Einsatzhundertschaften waren bei der Veranstaltung im Einsatz, eine sogar unmittelbar an dem Tunnel, in dem die Panik losbrach. Einige der Beamten hatten das Gelände bereits vorige Woche erkundet und im Anschluss intern starke Bedenken geäußert. Eine Kollegin hätte ihm mitgeteilt, "heilfroh zu sein, wenn das hier zu Ende ist", berichtete ein hochrangiger Polizist dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Als "unglaublich" hätten erfahrene Hundertschaftsführer es schon im Vorfeld empfunden, dass für den Ein- und Ausgang des Geländes nur diese einzige, etwa 300 Meter lange Unterführung vorgesehen war.
Kanzleramtsmininister Ronald Pofalla (CDU) hat eine schonungslose Aufklärung der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade gefordert. "Die Ursache für die Tragödie wird jetzt von der Staatsanwaltschaft ermittelt. Es muss eine schonungslose Aufklärung des Sachverhalts geben", sagte Pofalla der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen in der Montagausgabe. Den Opfern und Angehörigen drückte Pofalla sein Mitgefühl aus. "Unsere Gedanken sind bei ihnen." Der Minister sprach sich zugleich gegen ein generelles Verbot von Großveranstaltungen aus. "Solche Veranstaltungen müssen in Deutschland grundsätzlich möglich bleiben. Allerdings erfordern sie auch entsprechende Sicherheitskonzepte."
Ute Schäfer (SPD), Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, hat die mangelhafte Aufklärungsbereitschaft der Verantwortlichen der Loveparade in Dusiburg kritisiert. Dass diese am Veranstaltungstag selbst sich zum Ablauf des Geschehnisse äußerten, am Tag danach aber viele Antworten schuldig blieben, "wirft für mich sehr viele Fragen auf", sagte sie im Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen in der Montagausgabe. Das Verhalten der Organisatoren nannte sie in diesem Zusammenhang "schon merkwürdig". Über die Ereignisse selbst zeigte sich Schäfer "fassungslos und tief bestürzt" und fügte hinzu: "Man trauert mit den Familien der betroffenen Menschen."
quelle: Kölner Stadt-Anzeiger
Links:
Videoberichte "LoveParade - Augenzeugen "
http://video.web.de/watch/7672269
http://www.youtube.com/watch?v=taorxfZNp08
