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Christenverfolgung in der Türkei, ein Akt von barbarischem Kulturkampf

erstellt von admin zuletzt verändert: 07.01.2009 02:07

Anlässlich der Ermordung von drei Christen in der türkischen Stadt Malatya erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen (Bönstrup) MdB:

Christenverfolgung in der Türkei, ein Akt von barbarischem Kulturkampf

Wolfgang Börnsen (Bönstrup), CDU/CSU

Christenverfolgung in der Türkei, ein Akt von barbarischem Kulturkampf

Der Überfall auf ein christliches Verlagshaus und die bestialische
Ermordung von drei Christen in der Türkei, darunter ein Deutscher,
ist ein Gewaltakt gegen die Presse-, Meinungs- und Religionsfreiheit.
In Europa selbstverständliche Grundrechte werden zu Gunsten eines
Kulturkampfes aufgehoben.


   Die Türkei hat sich abermals der in Europa geltenden Werte und
Standards als nicht würdig erwiesen. Die Untat darf nicht allein als
das Werk von nationalistisch-islamistisch fanatisierten jungen
Männern gesehen werden, die fast noch Kinder sind. Staatliche
Stellen, darunter die türkische Religionsbehörde und der
Staatsminister für Religionsfragen, haben sich in der Vergangenheit
an der Hetze gegen Andersgläubige beteiligt. Auch die "ganz normale"
alltägliche Schikanierung von Christen in der Osttürkei ist bislang
von offizieller Seite nicht unterbunden worden. Der inakzeptable
Strafrechtsparagraf 301 gegen die "Verunglimpfung des Staates und des
'Türkentums'" ist nach wie vor in Kraft.

   Das bleibt nicht ohne Folgen: Der beklagenswerte Tod der drei
Christen steht in einer Linie mit der Ermordung des
türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink Anfang des Jahres und
den Übergriffen auf gleich drei katholische Geistliche im Jahr 2006.
Der Nobelpreisträger Orhan Pamuk sagte im Februar 2007 nach massiven
Drohungen in der Türkei eine Lesereise nach Deutschland ab.

   Der Überfall auf den Bibel-Verlag ist nicht nur ein deutsches
Thema. Das kulturelle Selbstverständnis Europas und des christlichen
Abendlandes ist herausgefordert. Die bisherigen europäischen
Reaktionen auf die Tat waren unbefriedigend.


Wolfgang Börnsen (Bönstrup), CDU/CSU

Realschullehrer, Maurer


Geboren am 26. April 1942 in Flensburg; evangelisch; verheiratet, vier Kinder.

Maurerlehre; Höhere Handelsschule, Flensburg; Victor-Gollancz-Akademie, Erlangen; Heimvolkshochschule Rendsburg; Assistent für Gruppenpädagogik auf dem Jugendhof Scheersberg, Pädagogische Hochschule, Kiel, Gastsemester in den USA; Entwicklungsdienst in Indien.

Realschullehrer für Geschichte, Religion, Wirtschaft und Politik; Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Kiel für Freizeitpädagogik, an der Pädagogischen Hochschule Flensburg für Spiel- und Theaterpädagogik; Mitglied der Prüfungskommission für Realschullehrer. Autor der Bücher "Plattdeutsch im Deutschen Bundestag", "Vorbild mit kleinen Fehlern - Abgeordnete zwischen Anspruch und Wirklichkeit" und "Fels oder Brandung? Gerhard Stoltenberg - Der verkannte Visionär".

Vorsitzender des Vereins Volkskundlicher Sammlungen Schleswig-Flensburg, des Fördervereins Landschaftsmuseum Unewatt, der Niederdeutschen Bühne Nordangler Speedeel und der Menschenrechtsgruppe Flensburg; Vizepräsident des Bundes Heimat und Umwelt.

Mitglied der CDU seit 1967. CDA-Mitglied seit 1977. Mitglied des Kreistages Schleswig-Flensburg, stellvertretender Landrat und 1. Kreisrat des Kreises a. D.

Mitglied des Bundestages seit 1987; Berichterstatter der Kommission des Ältestenrates für internationale Austauschprogramme; Vorsitzender der Landesgruppe der CDU Schleswig-Holstein, Vorsitzender des Arbeitskreises Küste der CDU/CSU-Fraktion.



CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Internet: http://www.cducsu.de
Email: fraktion@cducsu.de 

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