Trends bei den Brillenfassungen: Blick zurück und Blick nach vorn
In der Mode gilt: Nichts wegwerfen, jeder Trend feiert irgendwann seine Wiedergeburt. Das gilt auch für Brillenfassungen: Die aktuellen Brillentrends zitieren hemmungslos aus der Vergangenheit, den glamourösen 50-ern, den aufregenden 60-ern, den wilden 70-ern und den schrillen 80-ern. Aber neben dem topaktuellen Retro-Look ist auch der minimalistische High-Tech-Style weiter angesagt
Damenbrillen sind wieder wirklich feminin
Trends bei den Brillenfassungen: Blick zurück und Blick nach vorn
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Das Hauptaugenmerk bei den aktuellen Brillenkollektionen liegt vielfach nicht auf der Front, sondern an der Seite: Der Bügel nimmt immer weiteren Raum ein, fällt größer, kräftiger und farbiger aus, wie Andreas Pollinger, Productmanager Eyewear beim Nürnberger Spezialisten Eschenbach erzählt: „Fassungen mit moderner Formensprache setzen verstärkt auf breite, flächige Bügelformen. Der Minimalismus und Purismus bei der Brille ist nicht mehr so sehr angesagt. Der Trend geht in Richtung Detailreichtum. Gerade bei den Damenmodellen sind aufwändige, stellenweise sogar üppige Dekore erlaubt. Apropos Damenbrillen: Die sind wieder wirklich feminin, strenger Unisex-Look ist out."

Das Wichtigste in Kürze
• Retro-Style ist voll im Trend, die Brillendesigner zitieren hemmungslos aus den Stilschubladen der Vergangenheit
• Pilotenbrillen sind wieder tragbar und absolut angesagt
• Minimalistischer High-Tech-Look ist weiterhin erlaubt, darf aber auch mehr Mut zu Form und Farbe wagen
Wohl der prominenteste Pilotenbrillenträger ist Tom Cruise als Pete „Maverick" Mitchell in dem Hollywood-Filmklassiker „Top Gun". Das war 1986. Damit ist klar, dass beim derzeitigen Retro-Boom die Pilotenbrille als Retro-Accessoire nicht fehlen darf. War es bis vor wenigen Jahren noch undenkbar, mit diesem Brillenklassiker auf die Straße zu gehen, kommt man heute mit der Pilotenbrille auch in die angesagtesten Szenelocations in Berlin-Mitte hinein. Extravangant präsentiert der Träger oder die Trägerin – auch Frauen können dem coolen Look so Einiges abgewinnen – Sinn für Qualität. Dies aber nur dann, wenn auch ein gewisser Qualitätsstandard gewahrt ist. Billignachbauten vom Wühltisch gehen gar nicht. Ein echtes „Original" der Pilotenbrille kommt vom Münchener Brillenspezialisten Rodenstock. Original deshalb, weil die Piloten der Lufthansa mit der Pilotenbrille von Rodenstock klaren Blick bewahren. Rodenstock-Pressesprecherin Ellen Zimmermann berichtet: „Wir haben mit unseren Pilotenbrillen Fassungen geschaffen, die aktive Menschen mit Weitblick und Sinn für höchste Qualität ansprechen." Die vier exklusiven Titanmodelle tragen den Lufthansa-Kranich im Bügel.
Auch beim Fassungshersteller Silhouette ist der Pilotenstil wieder da: Die beiden Aviator-Modelle 8606 und 8607 sind die moderne Interpretation der klassischen Formsprache. Beiden Modellen gemeinsam ist der flächige Nasensteg und das ultraflexible Metallmaterial Hyper Flex Titan – und natürlich die tropfenförmigen, gewölbten Scheiben, die sich perfekt in verschiedene Gesichtsformen einfügen. „Das ist der Charme der Pilotenform", berichtet Corinna Umbach von Silhouette. „Sie passt zu sehr vielen Gesichtsformen. Die großen, dunklen Scheiben haben einen sehr markanten Charakter." Rodenstock und Silhouette haben alle derzeit aktuellen Farbtöne und Schattierungen im Sortiment: Dunkle, warme Töne wie braun oder bordeaux, dazu die klassischen Farben schwarz, anthrazit, silber und blaumetallic.
Minimalismus à la High-Tech
Wem die Pilotenbrille zu markant daher kommt, wer lieber ein dezentes, unaufdringliches, aber dabei farb- und formschönes Modell sucht, wird bei Silhouette im Korrektionsbereich ebenfalls fündig. Mit der SPX Motion hat der Brillenhersteller eine Kunststoffbrille im Programm, die so gar nicht den bisherigen Vorstellung einer solchen Fassung entspricht. Corinna Umbach: „Bisher wurde der Begriff Kunststofffassungen meist mit etwas größeren, kräftigeren Modellen in Verbindung gebracht. Wir haben uns etwas anderes einfallen lassen." Das Ergebnis sind rahmenlose Fassungen, bei denen Bügel und Nasensteg im leuchtend-transparenten Farbdesign gestaltet sind, dabei federleicht und bequem. Corinna Umbach: „Silhouette verwendet einen Kunststoff namens SPX, der einerseits sehr flexibel ist und sich so der Kopfform des Trägers anpasst. Andererseits ist er stabil genug für einen festen Sitz der Brille – und das Material bietet neue Designmöglichkeiten. Leichtigkeit wird nicht nur spür-, sondern auch sichtbar."
Alle neuen Informationen zum Brillentrend 2007 lesen Sie hier
Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS)
Saarbrücker Str. 38, 10405 Berlin
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