Hörgenuss pur - immer und überall
Die Natur als Vorbild für die Technik
Hörgenuss pur - immer und überall **
Fellbach-Oeffingen, 17. Januar 2006
Die Natur ist das ideale Vorbild für technologische Entwicklungen. Man denke nur an Leonardo da Vinci, der nach seinen Studien des Vogelflugs bereits im Jahre 1505 erste Fluggeräte entwickelte. Auch die heute weit verbreiteten Klettverschlüsse basieren auf der natürlichen Wirkungsweise der Kletten. Die heute an Flugzeugen übliche Haifolie orientiert sich an der natürlichen Haut der Haifische. Deren spezielle Hautstruktur mit Spalten und Kanälen verringern den Wasserwiderstand deutlich und ermöglichen so eine schnelle Fortbewegung. Auch der menschliche Körper dient als Inspirationsquelle für die Wissenschaft, zum Beispiel in der Hörgeräteindustrie. Ziel ist es, dem Träger einen so natürlich wie möglichen Hörgenuss zu verschaffen. Gut zu hören ist schließlich eine der Voraussetzungen für ein zufriedenes Leben. Doch mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland haben Hörschäden. Betroffen ist bereits jeder vierte Jugendliche, jeder dritte Erwachsene ab 40 und jeder zweite über 70 Jahre. Zwei Millionen von ihnen tragen heute bereits ein Hörgerät. Tendenz steigend.
Hörgeräteanbieter wie das Schweizer Unternehmen Phonak erforschen die einzigartigen Fähigkeiten biologischer Systeme, die sich auf das Hörvermögen beziehen - insbesondere das Innen- und Außenohr sowie das Gehirn. Die Erkenntnisse werden mittels digitaler Technologie integriert, um intelligente Hörlösungen zu entwickeln. In der Fachsprache wird dies Digitale Bionik genannt, wobei Bionik die Verbindung von Biologie und Technik beschreibt.
Den Phonak-Forschungen im Bereich der digitalen Bionik ist es zu verdanken, dass die für das natürliche Hören entscheidende Schallortung und -Orientierung, selektive Verstärkung und optimale Klangqualität sowie eine Umgebungsanalyse heute in ihren Hörsystemen nachempfunden werden können. Eine gute Schallortung ist Voraussetzung um festzustellen, was um uns herum geschieht und wohin wir schauen sollen. Sie spielt auch eine wichtige Rolle, indem sie Menschen ein Gefühl der Sicherheit und des Komforts in verschiedenen Umgebungen ermöglicht.
Die Ohrmuschel nimmt bei der Schallortung eine wichtige Funktion ein. Sie nimmt ankommende Töne auf und leitet den Schall ins Innenohr weiter, wo er analysiert und verarbeitet wird. Die neuesten Geräte von Phonak simulieren die Funktionsweise der Ohrmuschel daher elektronisch im Mini-Computer, der sich im Hörgerät befindet und stellen eine natürliche Klangwahrnehmung her. Die Träger können nun eindeutig zuordnen, aus welcher Richtung Töne stammen. "Dies ist außerordentlich wichtig", erklärt Wolfgang Bennedik, Geschäftsführer der Phonak Deutschland GmbH. "Schließlich will man Stimmen zu Personen zuordnen, das klingelnde schnurlose Telefon lokalisieren und die Richtung eines ankommenden, aber noch nicht sichtbaren Fahrzeugs identifizieren können."
Hörgeräte verstärken das Hörsignal, das heißt alle Geräusche, die einen Menschen umgeben: Gespräche, Radio und TV, aber auch Hintergrundgeräusche sowie das Ticken einer Uhr. Ähnlich wie das menschliche Ohr können sich moderne Hörgeräte heute durch die Erkenntnisse der Digitalen Bionik an die jeweilige Umgebung anpassen und nur ausgewählte Signale verstärken, zum Beispiel das Gesagte des Gegenübers in einem Gespräch, indem sie vollautomatisch in den jeweils passenden Modus wechseln. Gerade in lauten Umgebungen, zum Beispiel in einem Restaurant, ist dies enorm hilfreich.
Auch bei den Gehäusen von Hörgeräten setzt Phonak auf Erkenntnisse der Bionik. Die von der Lotusblume bekannte Selbstreinigung - an der Oberfläche der Lotusblume bleibt praktisch nichts haften - wird auch bei der neuesten Generation der Hörsysteme eingesetzt. Eine spezielle Beschichtung des Mikrofonschutzfilters sorgt für eine selbstreinigende Oberfläche, die schmutz- und wasserabweisend ist und die Mikrofone so auf einfache Weise sicher schützt.
"Phonak ist Pionier in der Anwendung Bionik-basierter Lösungen in der Hörgeräteentwicklung", so der Biologe und Physiker Professor Dr. Werner Nachtigall, international renommierter Bionik-Experte. "Die Tatsache, dass das Unternehmen erforschte Aspekte des menschlichen Ohrs einer technischen Umsetzung und Anwendung zuführt, macht es zu einem Innovationsführer - nicht nur im Bereich der Hörgeräteentwicklung, sondern ganz allgemein in der High-Tech-Branche."
Phonak Die Phonak-Gruppe (SWX: PHBN), mit Hauptsitz in Stäfa, Schweiz, ist auf die Entwicklung, die Produktion und den weltweiten Vertrieb von technologisch herausragenden Hör- und Funksystemen spezialisiert. Als eines der technologisch führenden Unternehmen in der Hörgeräteindustrie und mit weltweit mehr als 3.000 Mitarbeitern gehört die Phonak-Gruppe zu den technologischen Marktführern in diesem Bereich. Phonak kombiniert profunde Kenntnis in der Hörtechnologie mit einem starken Vertriebsnetz in über 70 Ländern. Zusammen mit ihren Kunden und Geschäftspartnern leistet Phonak weltweit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vieler Menschen.
Die Phonak GmbH mit Sitz in Fellbach (Baden-Württemberg) ist mit 120 Mitarbeitern die größte europäische und weltweit zweitgrößte Gesellschaft der Phonak-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2004/2005 lag der Umsatz bei mehr als 40 Millionen Euro.
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Anke Bayer-Oertel Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telefon: 0711 / 510 70 35 Fax: 0711 / 510 70 71 Mail: anke.bayer-oertel@phonak.de www.phonak.de
Phonak GmbH Max-Eyth-Straße 20 70736 Fellbach-Oeffingen



