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Auto-Berufe im Überblick

erstellt von Jack Hauswald zuletzt verändert: 30.06.2011 22:01

Wer beruflich mit Autos arbeiten möchte, der hat mehrere Möglichkeiten seinen Karriereweg zu beginnen. Traditionell erfolgt der Einstieg über Praktika und die dreijährige Ausbildung mit abschließender Gesellenprüfung.

Die wichtigsten Berufsbilder hier im Überblick:

An der Basis arbeiten

Den Beruf des klassischen Kfz-Mechanikers gibt es als Ausbildungsberuf schon seit einigen Jahren nicht mehr. Der Grund dafür ist, dass im modernen Fahrzeugbau ein Großteil der Elemente in einem Auto elektronisch gesteuert ist. Wer in einem Auto Abgasanlage, Auspuff oder Vergaser aus- und wieder einbauen kann, kann damit höchstens den ersten Schritt vor dem ersten tun. Denn die Diagnose von Defekten erfolgt über elektronische und computergesteuerte Systeme, die letztlich die Arbeit erleichtern. Denn so kann vorab präzise festgestellt werden kann, wo der Fehler liegt. So wurde der Beruf des Kfz-Mechanikers mit dem des Kfz-Elektrikers zusammengelegt. Letzterer war vor dem Computerzeitalter lediglich für die Lichtanlage, diverse Sicherungen, simple Steuerungselemente und Leitungen für die Beleuchtung am Fahrzeug zuständig. Wer den Beruf des Kfz-Mechatronikers erlernen möchte, muss also heutzutage mehr mitbringen als die Begeisterung am Schrauben. Er oder sie sollten auch komplexe Systeme verstehen können und eine Affinität zu Computern besitzen. Wer sich nur auf die mechanischen Aspekte der Kfz-Reparatur konzentrieren möchte, kann das erst nach der Ausbildung tun und sich auf die Bereiche Zweiradmechanik oder Young- und Oldtimer spezialisieren. Ebenfalls eher technisch betont ist der Ausbildungsberuf zum Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik. Diese Ausbildung wurde neu geschaffen, da viele moderne Werkstoffe und neue Materialien im Karosseriebau eingesetzt werden, für deren Wartung und Reparatur man eine ganze Menge Fachwissen benötigt.

Weniger technische Berufe

Weniger technisch aber auch noch in der Werkstatt arbeiten Auszubildende, die sich für den Beruf des Fahrzeuglackierers entschieden haben. Dabei handelt es sich ausschließlich um Reparaturarbeiten und Sonderwünsche der Kunden, da alles andere inzwischen maschinell gemacht wird. Eine Auswahl aus über 20 000 Farbtönen, verschiedene Verarbeitungsweisen und mehrschichtige Lacksysteme erfordern viel Wissen und das gewisse Feingefühl. Immer noch dicht am Auto bleibt man in den kaufmännischen Bereichen rund um die Automobilwirtschaft. Als Automobilkaufmann/frau arbeitet man im Verkauf von Autohäusern, Vertragshändlern oder auch im Export und Import. Ein gewisses Verkaufstalent und ein Gefühl für Zahlen sollte man dazu mitbringen. Als Controller in diesen Betrieben sind die Bürokaufleute tätig. Auch wenn man seine Ausbildung in einer anderen Branche gemacht hat, kann man auch noch nach Erhalt des Gesellenbriefes problemlos in die Automobilwirtschaft wechseln. Wer sich rund ums Auto betätigen will, sollte grundsätzlich an Fortbildung denken. Die Technik verändert sich rasant und neue Methoden der Diagnose und der Reparatur kommen hinzu. Um hier mitzuhalten, reicht es nicht aus nur das Nötigste zu tun. Bei der Wahl des Ausbildungsbetriebes sollte man daher auch darauf achten, wie das Thema Weiterbildung im Betrieb gehandhabt wird.

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