Der Winter kann kommen, Tipps für Autofahrer
7.11.2007---Gut vorbereitet mit dem Auto sicher durch die kalte Jahres-zeit. Die Experten der GTÜ geben praktische Tipps für den Winteralltag. Vor dem Winter ist auch bei modernen Auto-mobilen eine gewisse Vorbereitung empfehlenswert, beispielsweise eine Überprüfung der stark belasteten Batterie. Bei Glätte sind im Interesse der Fahrsicherheit Winterreifen ratsam, ebenso sanfte Lenk- und Fahrmanöver. Darauf weisen die Experten der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung hin. Die Abstände zum Vordermann sollten Sie deutlich vergrößern und zudem längere Fahrzeiten einplanen. Nur korrekt eingestellte (und gereinigte) Scheinwerfer schaffen gute Sicht, die im Winterbetrieb häufig genug stark beeinträchtigt ist.
Auf schneebedeckter Fahrbahn sind ein sanfter Gasfuß und eine gefühlvolle Fahrzeugbedienung gefragt. Foto: GTÜ
Der Winter kann kommen, Tipps für Autofahrer
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Gut vorbereitet mit dem Auto sicher durch die kalte Jahreszeit. Die Experten der GTÜ geben praktische Tipps für den Winteralltag.
Es ist durchaus sinnvoll und empfehlenswert auch moderne Automobile auf den Winter vorzubereiten. Ein Fahrzeug-Check, möglichst in der Fachwerkstatt, hilft unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Die Kontrolle des Frostschutzes im Scheibenwasch- und Motorkühlwasser beispielsweise gehört zu den anfallenden Arbeitspositionen. Ein Kaltstart ist überaus verschleißfördernd für den Motor. Frisches Leichtlauföl wirkt dem entgegen und beschleunigt den Motorstart. Im Zweifel sollte ein bald fälliger Ölwechsel zeitlich vorgezogen werden, rät die GTÜ.
Der Winterbetrieb belastet den Stromhaushalt im Fahrzeug stark, vor allem bei vorwiegendem Kurzstreckenverkehr. Eine funktionsfähige und möglichst voll geladene Batterie ist deshalb dringend erforderlich. Der Batteriezustand lässt sich in jeder Werkstatt prüfen, im Zweifel ist der Austausch vor dem Winter ratsam. Besondere Aufmerksamkeit sollte zudem der Fahrzeugbeleuchtung gelten. Ein optimaler Zustand der Scheinwerfer und deren korrekte Einstellung schafft Sicht und damit Sicherheit. Spröde Scheibenwischergummis fördern die unerfreuliche Schlierenbildung, sie sollten getauscht werden.
Auf Glätte sind ein sanfter Gasfuß und eine gefühlvolle Fahrzeugbedienung gefragt. Durchdrehende oder blockierte Räder schaffen meist Probleme – das Fahrzeug kann ausbrechen, auch mit Allradantrieb. Sie können in der Ebene auf Glätte durchaus im zweiten Gang anfahren, danach sollten Sie rasch in die nächst höheren Gänge wechseln, raten die GTÜ-Experten. Fahren Sie mit niedriger Motordrehzahl weiter. Mit Getriebeautomatik ist das Anfahren etwas einfacher, vor allem wenn Sie (falls vorhanden) die Taste „Winterprogramm“ betätigen. Beim Anfahren auf Steilstücken darf die Elektronik (ASR) ausgeschaltet werden, um den Winterreifen einen höheren Schlupf zu ermöglichen, was die Traktion fördert.
Unter winterlichen Bedingungen ist ein deutlicher Sicherheitsabstand zum Vordermann empfehlenswert – etwa drei Mal so groß wie auf trockener Straße. Die Bremswege geraten bei Glätte erheblich länger als gewohnt. Vermeiden Sie in jedem Fall kräftige Gasstöße oder abrupte Gaswegnahme, das allein schon kann zum Rutschen oder Ausbrechen des Fahrzeugs führen. Fahrmanöver und Lenkbewegungen sollten weich und rund absolviert werden, abrupte Aktionen möglichst vermeiden. Kommt das Auto trotzdem ins Schleudern: auskuppeln und gegenlenken. Bei Bergabfahrten im Schnee ist es ratsam, die Bremswirkung der unteren Gänge zu nutzen. Dabei sanft einkuppeln, um blockierende Antriebsräder zu vermeiden.
Wenn das Fahrzeug über kein ABS verfügt, sollte man für die Verzögerung auf Glätte auskuppeln und sanft abbremsen. Blockierte Räder (stehende Räder, Fahrzeug in Bewegung) reagieren nicht mehr auf Lenkbewegungen: Kurz die Bremse lösen, um danach wieder dosiert zu bremsen. Ist ABS an Bord, dann dürfen Sie getrost voll bremsen, das Auto bleibt in der Regel ausreichend spurstabil und lenkbar, so die GTÜ-Experten. Lassen Sie sich durch das pulsierende Bremspedal nicht irritieren: die ABS-Steuerung arbeitet für Sie. Besondere Vorsicht ist auf Brücken und schattigen Fahrbahnabschnitten geboten, auch in Waldpassagen. Selbst bei Plustemperaturen hält sich Glatteis dort oft viel länger. Berücksichtigen Sie auch, dass die Temperaturen im Umland gegenüber der Stadt um einige Grad niedriger liegen.
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