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Die Friesischen Inseln, das Naturparadies Wattenmeer und die berühmten Sylter Miesmuscheln nach Friesischer Art.

erstellt von Jack Hauswald zuletzt verändert: 25.07.2010 19:36

Als Wattenmeer bezeichnet man das Teilgebiet eines Meeres im Küstenbereich beziehungsweise die dortige Landschaft, die unter einem starken Einfluss der Gezeiten steht.

Die Friesischen Inseln, das Naturparadies Wattenmeer und die berühmten Sylter Miesmuscheln nach Friesischer Art.

Sylt - Blick von Kampen her

Die Friesischen Inseln, das Naturparadies Wattenmeer und die berühmten Sylter Miesmuscheln nach Friesischer Art.

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Schlagworte

Umweltpreis Ökologie Umweltschutz Umwelt Reisen Genuß Tourismus Tipp Essen Ernährung Naturschutz Meer

Ein Wattenmeer ist regelmäßig zweimal täglich während eines Hochwassers überflutet und fällt während eines Niedrigwassers trocken. Die bei Niedrigwasser trocken fallenden Flächen bezeichnet man als Watt. Die wasserführenden Strömungsrinnen werden Seegatt genannt. Bei einem Wattenmeer verfügt der Meeresboden, also die ehemalige Landmasse, nur über ein geringes Gefälle, wobei der Höhenunterschied im Allgemeinen weniger als einen Meter auf einer Länge von einem Kilometer aufweist. Gleichzeitig beträgt der Unterschied des Wasserstandes zwischen Hochwasser und Niedrigwasser mindestens zwei Meter, damit eine genügend große Fläche trockenfällt.
Das Wattenmeer verfügt über drei Zonen, die sich räumlich überschneiden können. Der sublitorale Bereich ist ständig unter Wasser, dabei kann es sich um Priele oder Ströme handeln, der supralitorale Bereich liegt oberhalb des normalen Hochwasserstandes und wird nur bei besonders hohen Fluten überspült. Sofern keine menschliche Bewirtschaftung vorliegt, siedeln sich hier normalerweise Salzwiesen an. Das eigentliche Watt, das bei Hochwasser unter- bei Niedrigwasser oberhalb des Wasserspiegels liegt, bildet den eulitoralen Bereich. Oft bilden vorgelagerte Inseln und Sandbänke einen Schutz vor der Brandung des Meeres und bremsen den seewärtigen Ebbestrom ab.
Ein Wattenmeer bietet einen speziellen, in Teilen auch extremen Lebensraum. Viele Tiere und Pflanzen leben ausschließlich im jeweiligen Wattenmeer, in dem sie angesiedelt sind und haben sich den dort herrschenden Bedingungen angepasst. Zudem ist ein Wattenmeer oft ein wichtiges Rastgebiet für Zugvögel. Außerdem bietet das Wattenmeer den Lebensraum für Wattwürmer und viele Muschelarten. An sogenannten Wattbänken  siedeln auch Robben. Es gibt auch sehr viele einzigartige Pflanzen, die nur auf dem sandigen, lockeren Boden der Dünen wurzeln und diese stabilisieren. Unter den Krebstieren hat insbesondere die Strandkrabbe große Bedeutung, die allein etwa zehn Prozent der Biomasse im Wattenmeer verzehrt. Zahlreich sind ebenso die Nordseegarnele und die Seepocke. Das neben dem Seehund wohl bekannteste Tier des Wattengebiets ist der Wattwurm. Ganz im Watt heimisch sind nur kleine Fischarten wie Aalmutter, Sandgrundel und Seeskorpion. Zahlreiche andere Arten nutzen das sauerstoff- und nahrungsreiche und vor Raubfischen geschützte Wattenmeer als Laichgrund. Insbesondere sind hier Plattfische wie Schollen zu nennen, aber auch Hornhechte.

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist ein Nationalpark im schleswig-holsteinischen Teil des Wattenmeers der Nordsee. Der Nationalpark reicht von der deutsch-dänischen Seegrenze im Norden bis hin zur Elbmündung im Süden. Im nordfriesischen Teil umfasst er das Watt um die Geestkern- und
Marscheninseln und Halligen. Dort ist das Watt teilweise 40 Kilometer breit. Weiter südlich liegen Wattengebiete, in denen es vor allem größere Sandbänke gibt. Neben den Pflanzen und Tieren, die für das gesamte Wattenmeer der Nordsee typisch sind, finden sich im schleswig-holsteinischen Teil besonders viele Schweinswale, Brandgänse und Seegräser. Seedeiche  und unmittelbares Deichvorland sind nicht Teil des Nationalparks, auch Badestrände sind damit weitgehend aus dem Schutzgebiet ausgenommen.

Ausgenommen aus dem Nationalpark sind auch die bewohnten Gebiete im Meer, darunter die fünf deutschen nordfriesischen Inseln und die großen Halligen: Langeneß, Hooge, Gröde, Oland und Nordstrandischmoor. Teil des Nationalparks sind unbewohnte Inseln, Halligen und Sandbänke wie Trischen, Blauort oder die Nordfriesischen Außensände.

Auf der Insel Sylt befindet sich die Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer e.V.  Sie ist ein privater Verein, der 1962 gegründet wurde. Ziel ist es, durch vielfältiges Wirken Verständnis und Faszination für das "Ökosystem Wattenmeer" und die Nordsee zu wecken, und somit Schutz und Schutzbereitschaft für diese Lebensräume zu erhöhen. Im Süden der Insel Sylt finden Sie eine Schutzstation in Hörnum in einem alten Holzhaus mitten in den Dünen. Hier befindet sich unser Nationalpark-Infozentrum mit Meerwasseraquarien zum Anfassen und Entdecken. Hörnum liegt an der Südspitze der Insel Sylt inmitten einer einmaligen Dünenlandschaft. Bekannt sind die Südspitze, die durch ihre Küstenabbrüche seit Jahrzehnten immer kürzer wird, sowie der lange Badestrand an der Westseite. Hier lassen sich bei wenig Seegang besonders gut die gefährdeten Schweinswale in freier Wildbahn beobachten. An der malerischen Wattseite auf der Ostseite der Insel liegen artenreiche Salzwiesen und das Vogelschutzgebiet Sandnehrung im Nationalpark Wattenmeer. In Hörnum betreut die Schutzstation Wattenmeer den Nationalpark Wattenmeer an der Wattseite, das Naturschutzgebiet (NSG) Hörnumer Nehrung, sowie die Dünenschutzgebiete rund um den Ort und die an der Südspitze, der Hörnum Odde.Neben der Arbeit in den Betreuungsgebieten, bietet die Gesellschaft in Hörnum und Umgebung zahlreiche naturkundliche Veranstaltungen an.

Zu den typischen Muscheln des Wattenmeers zählen die Herzmuschel und die Miesmuschel. Während Herzmuscheln fast allgegenwärtig sind, sind wild wachsende Miesmuscheln weit weniger häufig als im südlicheren Wattenmeer und leiden zunehmend unter der Verbreitung der Pazifischen Auster, die wiederum von den wärmeren Wintern profitiert.Ebenso prägen diverse Neobiota das Bild. Die Sandklaffmuschel brachten vermutlich die Wikinger mit aus Amerika, die Amerikanische Bohrmuschel kam Ende des 19. Jahrhunderts, die Amerikanische Scheidenmuschel 1976.


Friesische Muscheln " Sylter Art "



Zutaten: 4 Personen

    2kg Miesmuscheln
    2 Bund Suppengrün
    (Porree, Sellerie, Möhre, Petersilie)
    4 Zwiebeln, evtl. mehr
    20 Pfefferkörner
    2 Lorbeerblätter
    1 Prise Salz
    250 ml  Weißwein
    100 g Butter

Zubereitung:

Muscheln gründlich waschen und bürsten. Einen Sud aus den oben angegebenen Zutaten zubereiten. Ca 10 Minuten kochen/ ziehen lassen. Danach die Muscheln hinzufügen und mit etwas Wasser auffüllen. Die Muscheln bei starker Hitze ca. 6 - 10 Minuten kochen. Muscheln mit einer Kelle herausnehmen und heiss auf den Tisch bringen. Dazu  schmeckt Vollkornbrot mit Butter sehr gut.
 

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