Wohnformen für Senioren
Seniorenpolitik
Zahlreiche Wohnformen für Senioren zwischen den Varianten 'allein zu Hause' und 'Pflegeheim' **
"Die Bayerische Seniorenpolitik orientiert sie sich am Wunsch der Senioren, ihr Leben so weit bzw. so lang alswie möglich eigenverantwortlich zu gestalten - insbesondere auch im Bereich des Wohnens und geradeund auch für den Fall, dass HilfeHilfs- und Pflegebedürftigkeit zunehmen. Hier haben sich in den letzten Jahren zahlreiche neue Wohnformen entwickelt. Zwischen den Varianten 'allein zu Hause' und 'Pflegeheim' gibt es ein breites Spektrum mit vielfältigen Zwischenformen", sagte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens heute in München.
Häufig genügten schon Wohnberatung und Wohnungsanpassung, kombiniert mit den vielfältigen Leistungen der ambulanten Dienste, um den weiteren Verbleib der älteren Menschen in ihren eigenen vier Wänden für lange Zeit zu sichern. "Ich appelliere hier auch an die Kommunen, Wohnberatungsangebote vor Ort zu schaffen, die gezielt auf die Bedürfnisse der Senioren eingehen. Die vom Sozialministerium geförderte Fachstelle für Wohnberatung - Näheres hierzu im Internet unter www.wohnberatung-bayern.de - gibt hierbei gerne Hilfestellung", betonte Stewens. Unter www.sozialministerium.bayern.de /senioren/wohnen könne zudem die Broschüre "Wohnen im Alter - am liebsten zu Hause" mit nützlichen Tipps heruntergeladen werden.
Als Alternative zum Altenheim hätten sich daneben bereits viele verschiedene Wohnvarianten entwickelt, z.B. das Intergenerative Wohnen und die Bereiche der Wohn- und Hausgemeinschaften von Senioren. Beim Betreuten Wohnen gebe es leider oft falsche Vorstellungen: Eine Anlage des Betreuten Wohnens dürfe nicht mit einem Alten- und Pflegeheim gleichgesetzt werden. Im Betreuten Wohnen kaufe oder miete man eine Wohnung wie auch sonst auf dem freien Markt und schließe in der Regel einen Vertrag für eine bestimmte Grundversorgung ab, zum Beispiel für einen Notrufdienst. Bei höherem Hilfe- und Betreuungsbedarf müssten einzelne Leistungen gesondert hinzugekauft werden. "Das bedeutet, dass es hier keine 'Rundum-Versorgung' wie im Heim gibt, sondern sich der Bewohner weiterhin um viele Dinge selbst kümmern muss. Häufig ist deshalb die Versorgung von Schwerst-Pflegebedürftigen oder Demenzerkrankten schwierig oder gar unmöglich", so die Ministerin.
Stewens: "Unser Ziel ist, dass sich - abgestimmt auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer älteren Mitbürger - neue Wohnformen in den verschiedensten Variationen entwickeln können. Dies wollen und dürfen wir nicht einengen durch zu enge gesetzliche Vorgaben oder staatliche Kontrollen. Auch in Anlagen des Betreuten Wohnens wohnt man in den eigenen vier Wänden - zu Hause. Zu Hause ist aber staatliche Kontrolle, zum Beispiel durch die Heimaufsicht, fehl am Platz. Der Wunsch nach größerer Selbstständigkeit geht auf diese Weise Hand in Hand mit größerer Eigenverantwortung."


