Sicherheitsdienst für Senioren
Sicherheitsdienst für Senioren - eine neue Idee
Gerade ältere Menschen sind oft Opfer von Raub oder Überfall. Für viele Täter sind Senioren die idealen Ziele für ihre Verbrechen und bedürfen deshalb einem besonderen Schutz. Marian Dürrbeck aus Braunschweig gründete deswegen einen Sicherheitsdienst für Senioren. "Ich bin vom Einkaufen gekommen. Da kam ein Junge hinter mir hergerannt und riss mir meinen Einkaufsbeutel aus der Hand. Gab mir einen Stoß, da bin ich umgefallen. Dabei habe ich mir dann den Oberschenkelhals gebrochen", erzählt Marianne Winkler (82) in einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Die Rentnerin wurde von einem 15-Jährigen brutal überfallen.
Ein Problem, das nicht nur im Osten Deutschlands existiert. Bundesweit gab es laut Angaben des Bundeskriminalamts im vergangenen Jahr über 8.500 (2001: 7.286) Raubüberfälle auf Senioren. Viele der älteren Menschen sind durch die Gewalttaten stark verunsichert. Winkler: "Ich traue mich nicht mehr alleine auf die Straße." Genau hier setzt die Dienstleistung von Marian Dürrbeck an. Der Braunschweiger gründete im März 2004 aus der Arbeitslosigkeit heraus einen Sicherheitsdienst für Senioren. "Ich begleite meine Kunden bei Bankgeschäften, Arztbesuchen und Behördengängen", so der Jungunternehmer. Ein Büro für den Sicherheitsdienst hat er nicht. "Meine Geschäftsräume sind in meiner Wohnung untergebracht", erklärt der Gründer. "Der Erfinder dieser Idee bin ich aber nicht", gibt der Braunschweiger Unternehmer gerne zu.
Die ZDF-Reportage "Angst vor Gewalt" über einen florierenden Sicherheitsdienst für Senioren in Neusatdt an der Weinstraße brachte ihn auf seine Geschäftsidee. Dort betreibt Thomas Stephan den SSI Sicherheitsdienst. Der Senioren-Begleitservice ist dabei nur eines von zahlreichen Dienstleistungsangeboten.


