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EU-Studie bekennt sich zu Open-Source-Software

erstellt von admin zuletzt verändert: 07.01.2009 02:03

OpenOffice als gleichwertiger Microsoft-Ersatz anerkannt EU unterstützt Open-Source-Bewegung Eine Studie der Europäischen Kommission zur Wirtschaftlichkeit von Open-Source- und freier Software kommt zum Schluss, dass diese proprietärer Sofware funktionell ebenbürtig ist. Über lange Sicht betrachtet soll freie Software ein Einsparpotenzial von 36 Prozent für Unternehmen im Forschungsbereich bieten, wenngleich Investitionen in Mitarbeiterschulungen und Migrationsprozesse im Softwarebereich zunächst für Mehrkosten sorgen. Die bereits im November vergangenen Jahres fertig gestellte Studie, die nun erstmals veröffentlicht wurde, unterstreicht zudem die Gleichwertigkeit von OpenOffice gegenüber Microsofts Office-Paket.

EU-Studie bekennt sich zu Open-Source-Software

EU-Studie bekennt sich zu Open-Source-Software

Schlagworte

Computer

Um das Phänomen akkurat zu beschreiben, greifen die Studienautoren bei

der Terminologie auf den Begriff FLOS-Software zurück, der neben

"freier" Software auch den in Lateinamerika und Südeuropa verwendeten

Begriff "libre" sowie Open Source Software umschließt. FLOS-Software

habe in der Vergangenheit einen wesentlichen Einfluss auf die

Entwicklung des IKT-Sektors gehabt und gerade im Bereich Internet und

World Wide Web für eine Reihe von Impulsen gesorgt. Gerade in Europa

spiegle sich dies in einer hohen Marktpenetration von

Open-Source-Software sowohl in Privatunternehmen als auch der

öffentlichen Verwaltung nieder.

So verwendeten der Studie zufolge bis Ende 2005 rund 40 Prozent aller

europäischen Unternehmen FLOS-Software. Für Ende 2006 wird ein Wert von

nahezu 50 Prozent angenommen, wenngleich ein Großteil der Befragten

Open-Source-Software weiterhin nicht für die wichtigsten

Geschäftsprozesse einsetzt. Ungebrochen hoch ist weiterhin die

Überzeugung der Unternehmen, dass FLOS-Software billiger als proprietäre

Software kommt. Um FLOS-Software gegenüber proprietären Systemen nicht

zu benachteiligen, schlagen die Autoren steuerliche Anreize für die

Open-Source-Community vor. So könnte die Freigabe von

Open-Source-Produkten zukünftig wie abschreibbare Spenden gewertet

werden. Auch müsse gewährleistet sein, dass Open-Source-Projekte von der

öffentlichen Hand weiterhin gefördert werden.

Die gesamte Studie zu FLOS-Software der Europäischen Kommission findet

sich als PDF-Dokument unter

http://ec.europa.eu/enterprise/ict/studies/publications.htm  

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