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Männer und Jugendliche EU-optimistisch

erstellt von admin zuletzt verändert: 07.01.2009 01:54

Stimmung durch nationale Begleitumstände geprägt Herr und Frau Österreicher sind 2006´EU-zuversichtlicher als das im Vorjahr noch der Fall war. Zu diesem Ergebnis kommt die Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich in ihrem heute, Montag, präsentierten Eurobarometer 66-Länderbericht.

 "Obwohl 2005 stimmungsgebend in der

Europäischen Union ein Katastrophenjahr war, zeigt das Ergebnis der

aktuellen Herbstumfrage einen zwar langsam, jedoch stetig anwachsenden

Aufwärtstrend der Zuneigung der Bürger", erläutert Harald Pitters,

Projektleiter des beauftragten Österreichischen Gallup-Instituts

http://www.gallup.at  , im Gespräch mit pressetext. Interessant ist, dass

Jugendliche und Männer tendenziell optimistischer gegenüber der EU

eingestellt sind. "Hier kann mitunter von einem Gender-Gap gesprochen

werden", erklärt Heike Hausensteiner, Verfasserin des Länderberichts.

In der zentralen Fragestellung, ob die Mitgliedschaft Österreichs in der

EU als "gute oder schlechte Sache" angesehen wird, äußerten sich 36

Prozent der Österreicher positiv, während fast gleich bleibend zum

Vorjahr 23 Prozent darin eher negative Begleiterscheinungen vermuten. So

habe die "Verletzung" durch die EU-Sanktionen für Österreich damals wie

heute nachgewirkt, meint Georg Doutlik, Leiter der Vertretung der

Europäischen Kommission in Österreich. "Bemerkenswert hierbei ist, dass

nach wie vor mehr als ein Drittel der Österreicher die EU weder als ,gut

noch schlecht' einstufen", so Pitters. Auf Nachfrage von pressetext

streicht dieser hervor, dass "von der Wissensvermittlung genug getan

wird, das Problem jedoch vielmehr über nationale und politische

Verzerrungen entsteht, die mit dazu beitragen, dass das Image negativ

determiniert wird". Die Experten kamen zu dem Fazit, dass die Stimmung

in der österreichischen Bevölkerung unmittelbar vor und während der

Erhebung der Eurobarometer-Daten von der am 1. Oktober 2006

stattgefundenen Wahl zum Nationalrat geprägt war: "Der Wahlkampf wurde

zentral dominiert von sozialen Themenstellungen wie Arbeitslosigkeit,

Grundsicherung, Gesundheits- und Pflegeversorgung sowie von

Migrationsproblemen. Da letztere teils stark emotionalisiert zum

Ausdruck kam, schlug sich dies negativ auf die Ergebnisse des

österreichischen Eurobarometers nieder", betont Doutlik.

http://europa.eu.int/austria

Die zukünftige Erweiterung der EU aus österreichischer Perspektive weist

jedoch eher ablehnende Züge auf: Eine neuerliche Erweiterung der EU um

einige Länder lehnen die Österreicher generell mit 57 Prozent deutlich

ab (31 Prozent dafür). Einer Aufnahme in die EU positiv gestimmt zeigen

sich die Befragten nur bei der Schweiz, Norwegen, Island und Kroatien.

"Österreich ist damit nicht der Vorreiter für zukünftige

EU-Erweiterungen, wie an der nur fünfprozentigen Türkei-Zustimmung

gesehen werden kann", unterstreicht Pitters.

Auch in Bezug auf den Arbeitsmarkt zeigt sich der in diesem Jahr

verbesserte Optimismus der Österreicher: 25 Prozent (plus fünf

Prozentpunkte) erwarten eine positive Entwicklung des österreichischen

Arbeitsmarktes. Nahezu gleich viele (26 Prozent) äußerten sich

pessimistisch und nehmen das Gegenteil an. Dennoch ist dieser Wert mit

minus sechs Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr wesentlich

freundlicher. Die Angst, in Österreich arbeitslos zu werden, sehen rund

50 Prozent (minus zehn Prozentpunkte) als größte Sorge. Das Vertrauen in

die Gewerkschaften ist in Österreich und damit in der EU nach wie vor

überdurchschnittlich hoch. Dennoch ist das Vertrauen 2006 in die

institutionalisierte Arbeitnehmervertretung von 52 Prozent auf 33

Prozent (minus 19 Prozentpunkte), einhergehend mit einem

Vertrauensrückgang in die österreichische Bundesregierung auf 46 Prozent

abgesackt. Das Meinungsklima zu Wirtschaft und Beschäftigung in

Österreich lässt sich auf 58 Prozent der Befragten positiv beziffern,

die dem EU-Beitritt optimistisch gegenüber stehen. 37 Prozent sehen

darin negative Folgen. Befragt zu den Folgen des Binnenmarktes fällen 56

Prozent (plus acht Prozentpunkte) der Österreicher ein positives Urteil,

wobei 18 Prozent gegenteiliger Ansicht sind. 45 Prozent der Befragten

sagen, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen

Unternehmen in den letzten zehn Jahren durch den Binnenmarkt verbessert

hat. 17 Prozent erkennen darin eine Verschlechterung.

Mit Blick auf die Statistik wird deutlich, dass die Österreicher zu 83

Prozent (minus zwei Prozentpunkte) mit dem Leben, das sie führen,

zufrieden sind. In Hinblick auf die Erwartungen der Österreicher für das

Jahr 2007 hofft rund ein Viertel (23 Prozent), dass sich die

Lebensumstände generell sogar noch verbessern. Dies macht im Vergleich

zum Vorjahreswert einen Zuwachs von drei Prozentpunkten aus. Nur zwölf

Prozent der Befragten befürchten eine signifikante Verschlechterung

ihrer derzeitigen Lage, hingegen 63 Prozent (2005: 67 Prozent) glauben,

dass ihr Leben gleich bleiben und sich nicht verändern wird.

www.europa.eu.int/austria

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